Weiserfläche

SG WF-5-06 Hummelwaldberg

  • Höhenstufen
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2009_nais_form1.jpg
Gemeinde
Wattwil (SG)
Ort
Hummelwaldberg
Zentrumskoordinaten
2723200 / 1237940
Höhe
840 m
Höhenstufe
Buchenwälder der untermontanen Stufe
Standorttypen
8a Typischer Waldhirsen-Buchenwald NaiS 2A NaiS 2B Tree App
8S Feuchter-Waldhirsen-Buchenwald NaiS 2A NaiS 2B Tree App
Kontakt
Julian Chariatte
julian.chariatte@sg.ch
Zusammenfassung
Einrichtungsdatum
27.05.2009
Status
aktiv
Wirkungsanalyse
30.04.2024
Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung

Relativ häufige Waldgesellschaft im Revier Wattwil

Methoden Beobachtung bei Einrichtung

Vollkluppierung

Zentrale Erkenntnisse

Die hohe Eingriffsstärke hat die Konkurrenzvegetation deutlich gefördert, ohne jedoch nennenswerte Folgeschäden am verbleibenden Bestand zu verursachen. Die Buche erweist sich auf diesem Standort als sehr konkurrenzstark; der hohe Schalenwildeinfluss verstärkt diese Dominanz durch Verzögerung und Ausfall der Tannenverjüngung zusätzlich. Zielsetzungen zur Baumartenmischung konnten teilweise nicht erreicht werden, unter anderem wegen ungenauer Ausgangsannahmen und des starken Wildeinflusses. Die bekannte Wechselwirkung zwischen Eingriffsstärke und Konkurrenzvegetation bestätigt sich klar. Der Klimawandel verschiebt den Standort in Richtung submontaner Buchenwald, was langfristig Chancen für eine breitere Baumartenmischung eröffnet. Diese können jedoch nur genutzt werden, wenn Konkurrenzvegetation und Wildeinfluss konsequent berücksichtigt und gesteuert werden.

Chronologie

27.05.2009: Einrichtung

Gründe für und Fragestellungen

Relativ häufige Waldgesellschaft im Revier Wattwil


Methoden Beobachtung

Vollkluppierung


Fotostandorte

fotostandort-1_2009.jpg fotostandort-2_2009.jpg
01.01.2013: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Fotodokumentation


Fotostandorte

fotostandort-2_2013.jpg fotostandort-1_2013.jpg
01.01.2021: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Fotodokumentation


Fotostandorte

fotostandort-1_2021.jpg fotostandort-2_2021.jpg
15.06.2021: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Vollkluppierung


30.04.2024: Wirkungsanalyse

Beobachtungen

Der starke Eingriff 2019/20 (rund 37 %) führte zu einer deutlichen Reduktion des Fichtenanteils, jedoch auch zu einer sehr üppigen Entwicklung der Konkurrenzvegetation, insbesondere Brombeeren. Trotz der hohen Eingriffsstärke traten kaum Folgeschäden am verbleibenden Bestand auf. Der Laubholzanteil konnte nicht wie angestrebt erhöht werden, unter anderem aufgrund falscher Annahmen bei der Zielformulierung (fehlende Vollkluppierung). Der hohe Schalenwildeinfluss begünstigt die Konkurrenzkraft der Buche zusätzlich und führt zu Verzögerung bzw. Totverbiss beim Tannenanwuchs, während sich die verbissunempfindlichere Fichte etablieren kann.


Erkenntnisse

Die bekannte Beziehung zwischen Eingriffsstärke und Ausbreitung der Konkurrenzvegetation bestätigt sich klar. Die Buche ist auf dem aktuellen Standort sehr konkurrenzstark; der Wildeinfluss verstärkt diese Entwicklung weiter. Die waldbaulichen Zielsetzungen zur Mischung lassen sich unter diesen Rahmenbedingungen nur eingeschränkt mit natürlicher Verjüngung erreichen. Gleichzeitig eröffnet der klimabedingte Standortwandel hin zu einem submontanen Buchenwald langfristig Chancen für eine vielfältigere Baumartenmischung, sofern Konkurrenzvegetation und Wildeinfluss kontrolliert werden.


Weiteres Vorgehen

Die Fragestellungen und Etappenziele werden angepasst, mit Fokus auf Mischung, Wildeinfluss und Konkurrenzvegetation unter Klimawandelbedingungen. Vorgesehen sind gezielte Beobachtungen (zusätzlicher Fotopunkt, Wiederholungsaufnahmen alle drei Jahre) sowie ein intensiveres Monitoring nach Pflanzungen und Wildschutzmassnahmen mit mindestens ein bis zwei Begehungen pro Jahr. Ziel ist es, die Entwicklung der Verjüngung, die Wirksamkeit des Wildschutzes und die Dynamik der Konkurrenzvegetation systematisch zu verfolgen und darauf abgestimmt waldbaulich zu reagieren.


Fotos

Kommentare

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