SG WF-5-06 Hummelwaldberg
Kontakt
- Julian Chariatte
- julian.chariatte@sg.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 27.05.2009
- Status
- aktiv
- Wirkungsanalyse
- 30.04.2024
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Relativ häufige Waldgesellschaft im Revier Wattwil
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
Vollkluppierung
Zentrale Erkenntnisse
Die hohe Eingriffsstärke hat die Konkurrenzvegetation deutlich gefördert, ohne jedoch nennenswerte Folgeschäden am verbleibenden Bestand zu verursachen. Die Buche erweist sich auf diesem Standort als sehr konkurrenzstark; der hohe Schalenwildeinfluss verstärkt diese Dominanz durch Verzögerung und Ausfall der Tannenverjüngung zusätzlich. Zielsetzungen zur Baumartenmischung konnten teilweise nicht erreicht werden, unter anderem wegen ungenauer Ausgangsannahmen und des starken Wildeinflusses. Die bekannte Wechselwirkung zwischen Eingriffsstärke und Konkurrenzvegetation bestätigt sich klar. Der Klimawandel verschiebt den Standort in Richtung submontaner Buchenwald, was langfristig Chancen für eine breitere Baumartenmischung eröffnet. Diese können jedoch nur genutzt werden, wenn Konkurrenzvegetation und Wildeinfluss konsequent berücksichtigt und gesteuert werden.
Bestandesbeschreibung 27.05.2009
Bestandesbeschreibung 01.01.2013
Bestandesbeschreibung 01.01.2021
Bestandesbeschreibung 15.06.2021
Bestandesbeschreibung 30.04.2024
Bestandesentwicklung
Chronologie
27.05.2009: Einrichtung
Gründe für und Fragestellungen
Relativ häufige Waldgesellschaft im Revier Wattwil
Methoden Beobachtung
Vollkluppierung
15.06.2021: Beobachtung / Zwischenbegehung
30.04.2024: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Der starke Eingriff 2019/20 (rund 37 %) führte zu einer deutlichen Reduktion des Fichtenanteils, jedoch auch zu einer sehr üppigen Entwicklung der Konkurrenzvegetation, insbesondere Brombeeren. Trotz der hohen Eingriffsstärke traten kaum Folgeschäden am verbleibenden Bestand auf. Der Laubholzanteil konnte nicht wie angestrebt erhöht werden, unter anderem aufgrund falscher Annahmen bei der Zielformulierung (fehlende Vollkluppierung). Der hohe Schalenwildeinfluss begünstigt die Konkurrenzkraft der Buche zusätzlich und führt zu Verzögerung bzw. Totverbiss beim Tannenanwuchs, während sich die verbissunempfindlichere Fichte etablieren kann.
Erkenntnisse
Die bekannte Beziehung zwischen Eingriffsstärke und Ausbreitung der Konkurrenzvegetation bestätigt sich klar. Die Buche ist auf dem aktuellen Standort sehr konkurrenzstark; der Wildeinfluss verstärkt diese Entwicklung weiter. Die waldbaulichen Zielsetzungen zur Mischung lassen sich unter diesen Rahmenbedingungen nur eingeschränkt mit natürlicher Verjüngung erreichen. Gleichzeitig eröffnet der klimabedingte Standortwandel hin zu einem submontanen Buchenwald langfristig Chancen für eine vielfältigere Baumartenmischung, sofern Konkurrenzvegetation und Wildeinfluss kontrolliert werden.
Weiteres Vorgehen
Die Fragestellungen und Etappenziele werden angepasst, mit Fokus auf Mischung, Wildeinfluss und Konkurrenzvegetation unter Klimawandelbedingungen. Vorgesehen sind gezielte Beobachtungen (zusätzlicher Fotopunkt, Wiederholungsaufnahmen alle drei Jahre) sowie ein intensiveres Monitoring nach Pflanzungen und Wildschutzmassnahmen mit mindestens ein bis zwei Begehungen pro Jahr. Ziel ist es, die Entwicklung der Verjüngung, die Wirksamkeit des Wildschutzes und die Dynamik der Konkurrenzvegetation systematisch zu verfolgen und darauf abgestimmt waldbaulich zu reagieren.
Fotos
Fotos vergleichen
Kommentare
Fragen, Anregungen oder Anmerkungen zur Fläche/zum Beobachtungspunkt? «WF-5-06 Hummelwaldberg»?
Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern verfasst werden.