Weiserfläche

GR 5006 Ruinatscha

  • Höhenstufen
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Gemeinde
Val Müstair (GR)
Ort
Ruinatscha
Zentrumskoordinaten
2829700 / 1169200
Höhe
1655 m
Höhenstufe
Fichtendominierte Wälder der hochmontanen Stufe
Standorttypen
55 Ehrenpreis-Fichtenwald NaiS 2A NaiS 2B Tree App
Naturgefahren
Rutschungen, Erosion, Murgänge NaiS 1
Kontakt
Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
marco.vanoni@awn.gr.ch
Zusammenfassung
Einrichtungsdatum
15.08.2017
Status
aktiv
Wirkungsanalyse
28.06.2024
Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
  • Wie entwickelt sich die bereits vorhanden Verjüngung unter den verschiedenen Lichtregimen und in den Standortausprägungen?

  • Wie kann in diesem Bestand ein "minimaler Eingriff" vorgenommen werden, der den waldbaulichen und standortkundlichen Anforderungen entspricht?

  • Wie entwickelt sich diese minimale Eingriffsfläche in den nächsten 10 Jahren?

Ziel: u.a. Erfahrungen sammeln, wie mit minimalen Eingriffen erfolgreiche Verjüngungseinleitung durchgeführt werden kann

Methoden Beobachtung bei Einrichtung

Vollkluppierung, Fotosdokumentation

Chronologie

15.08.2017: Einrichtung

Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen

  • Wie entwickelt sich die bereits vorhanden Verjüngung unter den verschiedenen Lichtregimen und in den Standortausprägungen?

  • Wie kann in diesem Bestand ein "minimaler Eingriff" vorgenommen werden, der den waldbaulichen und standortkundlichen Anforderungen entspricht?

  • Wie entwickelt sich diese minimale Eingriffsfläche in den nächsten 10 Jahren?

Ziel: u.a. Erfahrungen sammeln, wie mit minimalen Eingriffen erfolgreiche Verjüngungseinleitung durchgeführt werden kann


Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung

siehe "ausgeführte Massnahmen"


Methoden Beobachtung

Vollkluppierung, Fotosdokumentation



21.10.2022: Beobachtung / Zwischenbegehung
28.06.2024: Wirkungsanalyse

Beobachtungen

Die ursprüngliche Fragestellung bezüglich der Entwicklung der vorhandenen Vorverjüngung unter den verschiedenen Lichtverhältnissen und Standortausprägungen konnten noch nicht beantwortet werden. Es brächte dazu noch länger dauernde Beobachtungen. Auch die zweite Fragestellung, ob mit einem minimalen Eingriff die Verjüngung erfolgreich eingeleitet werden kann, oder ob mehrere aufeinanderfolgende minimale

Eingriffe nötig sind, konnte nicht beantwortet werden. Wegen des Sturmereignisses eignet sich die Fläche nur noch bedingt für die Beobachtung von minimalen Eingriffen, die Lückengrössen sind durch den Sturm gross und der Gesamtdeckungsgrad mit 50% eher gering.


Erkenntnisse

siehe Leitfragen


Leitfragen

1. Bestätigen die Ergebnisse bisherige Erfahrungen und vorhandenes Wissen?
  • Stimmen die Ergebnisse mit dem vorhandenen Wissen (Lehrmeinung) / euren bisherigen Erfahrungen überein?

Ja, respektive, ja, die Fragen sind hier ähnlich, wie an anderen Orten. Der Einfluss der Witterungsbedingungen während der Vegetationsperioden in den letzten Jahren ist unklar. Die Befürchtung und Erfahrung ist, dass durch die grösseren Lücken die Keimlinge und Ansamung stark austrocknet und gleichzeitig die Vergrasung eher gefördert wird.

  • Was ist gelungen, was würdet ihr gleichmachen?

Der ursprünglich minimale Eingriff ist gelungen, wurde dann aber durch den Sturm stark beeinflusst. Wir würden bei ähnlichen Standortbedingungen wiederum eher nicht zu starke Eingriffe machen. Auch wegen der Befürchtung der Austrocknung und dem Wissen, dass es sein kann, dass die Natur nachher noch nachhilft…

  • Gilt das auch noch unter dem Einfluss des Klimawandels?

Ja, vermutlich sogar noch stärker, wegen den erwarteten längeren Trockenphasen.

2. Sollten Anpassungen an der bisherigen waldbaulichen Praxis vorgenommen werden?

Aktuell noch nicht abschätzbar.

  • Gibt es auch unerwartete / überraschende Ergebnisse?

Nein, soweit alles im Rahmen. Der Beobachtungszeitraum bis zur Wirkungsanalyse war mit 7 Jahren aber auch recht kurz für diese Höhenlage.

  • Was ist nicht gelungen? Was würdet ihr anders machen als bisher – und weshalb?

Nicht, oder noch nicht gelungen ist es aufzuzeigen in welchem Stadium die Verjüngung Mühe hat sich zu entwickeln. Vermutet wird, dass die Keimlingsmortalität durch die Witterung und das Wild recht gross ist. Dies konnte aber bis jetzt noch nicht dargelegt werden. Der Zaun kann hier in Sachen Wild weitere Inputs liefern.

Zur Keimlingsmortalität aufgrund der übrigen Umwelteinflüsse müssten weitere, detaillierte Aufnahmemethoden angewendet werden.

  • Sind Anpassungen auf Grund des Klimawandels erforderlich?

Kann aktuell nicht eindeutig gesagt werden. Es ist an diesem Standort schon ziemlich trocken. Inwieweit der Klimawandel den waldbaulichen Handlungsspielraum hier weiter einschränkt, ist noch nicht bekannt.

3. Sind weiterführende Abklärungen oder Forschungsarbeiten erforderlich?
  • Welche neuen Fragen sollten weiterverfolgt und überprüft werden?

Interessant wäre die Frage der Keimlingsmortalität zu beobachten.

  • Gibt es Fragen an die Forschung?

4. Sollten die verbindlichen Vorgaben (u.a. NaiS) geprüft oder angepasst werden?
  • Können die übergeordneten Vorgaben (z.B. NaiS-Anforderungsprofile) eingehalten werden, oder geben sie Anlass zu grundsätzlichen Diskussionen? -

  • Stösst man hinsichtlich der Zielsetzung an die Grenzen des Machbaren? nein


Weiteres Vorgehen

  • Es stellen sich andere oder zusätzliche Fragen. Die Etappenziele müssen angepasst werden.

  • Es besteht weiterer Handlungsbedarf: Keimlingsmortalität noch unklar.


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Kommentare

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