BE 34 Leimbach
- Gemeinde
- Frutigen (BE)
- Ort
- Leimbach
- Zentrumskoordinaten
- 2614370 / 1161110
- Höhe
- 1450 m
- Höhenstufe
- Tannen-Fichtenwälder der hochmontanen Stufe: Haupt- und Nebenareal
- Standorttypen
- 51 Typischer Labkraut-Tannen-Fichtenwald (Haupt- und Nebenareal) NaiS 2A NaiS 2B Tree App
- Stichworte Massnahmen
- PflanzungenVerjüngung mit Löchern
- Stichworte Fragestellungen
- SteilränderLochhiebBestandesstabilitätGleichförmiger BestandVerjüngungs-Einleitung
- Stichworte Holzernte
- motormanuell SeilkranHelikopterHolz liegen lassen
Kontakt
- Suisse Nais
- no-reply@suissenais.ch
- Samuel Schmutz
- samuel.schmutz@be.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 15.04.2010
- Status
- aktiv
- Wirkungsanalyse
- 17.06.2026
- Massnahmen
- 01.07.2014: Austrichtern
- 01.07.2013: Austrichtern
- 01.07.2012: Austrichtern
- 31.12.2006: Verjüngung mit LöchernHolz liegenlassenPflanzung
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Verjüngung in Baumholz mittels Lochhieb:
Wie entwickelt sich die Verjüngung?
Wie stabilisieren sich die Steilränder?
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
Standard inkl. Fotostandorte
- Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting
Ergänzte Fragestellung: Wie entwickelt sich die Vitalität der Lärchen?
Standort wurde von 55 zu 51 angepasst (51 gemäss NaiS entspricht 55 gemäss Berner Schlüssel); aufgrund der grossflächigen Aufforstungsgeschichte wurde Ta-Reliktareal gewählt.
Bei nächster Aufnahme evt. Fotostandorte anpassen:
F1 und F2 bringen keinen Mehrwert mehr -> löschen?
F4 eventuell ersetzten, damit Sichtfeld nicht zugewachsen ist.
Weitere Fotostandorte einrichten, in Abhängigkeit des nächsten Eingriffes
Zentrale Erkenntnisse
Stabilität von Aufforstungen: Bei einer sorgfältigen Planung und Umsetzung können auch in homogenen Aufforstungen zielführende Holzerei-Eingriffe gemacht werden, welche die Stabilität des Bestandes nicht übermässig beeinträchtigen.
Seitenlicht: Die Einleitung von (Vor-)Verjüngung mithilfe des Seitenlichtes ist von zentraler Bedeutung (Vermeidung des Problems der Vegetationskonkurrenz). Lücken genügend, aber nicht zu gross gestalten, damit die Konkurrenzvegetation nicht zu stark wird.
Bestandesbeschreibung 15.01.2003
Bestandesbeschreibung 31.12.2006
- Entwicklungsstufe: schwaches Baumholz
- Struktur: einschichtig
- Schlussgrad: gedrängt
Bestandesbeschreibung 28.04.2008
Bestandesbeschreibung 15.04.2010
- Entwicklungsstufe: schwaches Baumholz
- Struktur: einschichtig
- Schlussgrad: gedrängt
Bestandesbeschreibung 15.04.2010
- Entwicklungsstufe: schwaches Baumholz
- Struktur: einschichtig
- Schlussgrad: gedrängt
Bestandesbeschreibung 01.07.2012
Bestandesbeschreibung 01.07.2013
Bestandesbeschreibung 12.09.2013
Bestandesbeschreibung 01.07.2014
Bestandesbeschreibung 07.10.2019
Bestandesbeschreibung 17.06.2026
- Entwicklungsstufe: starkes Baumholz
- Struktur: einschichtig
- Schlussgrad: gedrängt
- Wildeinfluss: mittel
Bestandesentwicklung
Chronologie
15.01.2003: Beobachtung / Zwischenbegehung
31.12.2006: Massnahme: Verjüngung mit Löchern, Holz liegenlassen, Pflanzung
- Massnahmentypen
- Verjüngung mit Löchern Holz liegenlassen Pflanzung
Zielsetzung Massnahme
Einleitung der Verjüngung.
Beobachtungen
Holzerei in Form eines Lochhiebes zur Einleitung der Verjüngung auf ca. 23 ha, ausgeführt 2006/2007
-> Kosten = 12'375 CHF/ha.
Schlagräumung + Pflanzung von Fichte (B'Ah) auf ca. 3.75 ha
-> Kosten 5'900 CHF/ha
Holzentnahme
3192 m3 auf ca. 23 ha = ca. 140 m3 / ha
84% hochwertiges Holz -> Transport mit Seilkran / Helikopter
16% minderwertiges Holz -> Liegenlassen entrindet
- Eingriffsfläche
- 23 ha
Dokumentation
Formulare
28.04.2008: Beobachtung / Zwischenbegehung
15.04.2010: Einrichtung
Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen
Verjüngung in Baumholz mittels Lochhieb:
Wie entwickelt sich die Verjüngung?
Wie stabilisieren sich die Steilränder?
Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung
Im Gebiet wurde 1925 mit grossen Aufforstungs- und Verbauungsarbeiten begonnen -> siehe Dokumentation im Anhang:
Knapp 1’400’000 Bäume gepflanzt (NH 930'000 und LH 450'000), ca. 20'000 Bäume pro ha
2'000 kg Grassamenmischungen ausgesät
1000 m’ Trockenmauern aus 3'000 m3 Bruchstein erstellt
15 km Fusswege erstellt
Personen- und Materialseilbahn, Projekthütten und Erschliessungsstrasse gebaut
Der Untergrund ist Niesenflysch (nährstoffreich), der Standort weist entsprechend eine gute Wüchsigkeit auf.
Methoden Beobachtung
Standard inkl. Fotostandorte
Pläne/Karten/Skizzen
Formulare
15.04.2010: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Die Stabilität hat sich positiv entwickelt, es gibt keine Probleme mit den geschaffenen Steilrändern. Die Stabilitätsträger entwickeln sich positiv.
In den Lücken hat sich eine Strauchschicht von Himbeeren eingestellt und örtlich wächst Reitgras. Günstiges Keimbeet gibt es an den Bestandesrändern. Dank den erfolgten Pflanzungen in den Löchern sind ca. 15% der Fläche mit Fichten- Anwuchs verjüngt. Aufwuchs ist nur sehr vereinzelt, z. B. in der alten Seilschneise der Transportbahn vorhanden.
Erkenntnisse
Der Eingriff war angemessen und hat den Bestand nicht gross destabilisiert / die Löcher haben sich nicht vergrössert.
Wegen der Konkurrenzvegetation in den Lücken gibt es nur geringe Flächen mit günstigem Keimbett; die Hoffnung liegt hier insbesondere auch auf den Bestandesrändern, wo sich mittels Seitenlicht (Vor-)Verjüngung einstellen kann.
Leitfragen
Die Verjüngung entwickelt sich - auch den Pflanzungen - in genügender Anzahl und Qualität.
Die Steilränder haben sich stabilisiert.
Weiteres Vorgehen
Weiterhin beobachten.
Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting?
-
Formulare
01.07.2012: Massnahme: Austrichtern
- Massnahmentypen
- Austrichtern
Zielsetzung Massnahme
Austrichtern der Pflanzungen
Beobachtungen
Austrichtern der Pflanzungen
01.07.2013: Massnahme: Austrichtern
- Massnahmentypen
- Austrichtern
Zielsetzung Massnahme
Austrichtern der Pflanzungen
Beobachtungen
Austrichtern der Pflanzungen
12.09.2013: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Schneedruck an Bergahorn (BHD 15cm) im obersten Teil der Fläche
Fotostandort 3 (kleine Öffnung): Fichten-Naturverjüngung in aufgelockerter Bestockung
Fotostandort 4 (grosse Öffnung): Starke Verunkrautung bis 2 m hoch (Himbeere, Weidenröschen, Engelwurz, Pfeifengras); keine Verjüngung
Dokumentation
01.07.2014: Massnahme: Austrichtern
- Massnahmentypen
- Austrichtern
Zielsetzung Massnahme
Austrichtern der Pflanzungen
Beobachtungen
Austrichtern der Pflanzungen
07.10.2019: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Veränderung seit der letzten Aufnahme: starke Verunkrautung in Verjüngungsschlitzen (inkl. Brombeeren), jedoch viele Vogelbeeren die die Verunkrautung durchwachsen. Das Einsetzen der Verjüngung wird verlangsamt. Im Randbereich der Öffnungen sind Fi-Ansamungen zu erkennen.
Etappenziele Verjüngung:
Natuverjüngung: Anwuchs vorhanden
Pflanzung: Bergahorn in Dickungsstufe, Fi noch nicht
Steilränder stabil.
Die Fläche war betroffen vom Sturm Burglind (Jan. 2018): Einzelne Bäume geworfen, die entrindet wurden. Keine nachfolgenden Käferschäden.
Erkenntnisse
Vogelbeeren durchdringen Verkrautung. Im Randbereich der Öffnungen sind Fi-Ansamungen zu erkennen.
17.06.2026: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Vorbemerkung: Die Wirkungsanalyse erfolgte im Rahmen eines Austausches der Revierförster:innen der Waldabteilung Alpen, Region West.
Verjüngung: gedeiht gut in der grossen Öffnung, wenn auch etwas langsam (in der kleinen Öffnung hingegen sehr wenig Verjüngung). Mischung zielgerecht (schöne Bu!), viele Bäume haben Konkurrenzvegetation überwachsen. Vergleichsweise sehr wenig Fi in grosser Öffnung, einzelne kleine Fi-Anwuchs-Nester im Altbestand vorhanden. Viel BAh und VoBe bei diffusem Licht; beide Arten mässig verbissen.
Altbestand: Die Stabilität des Altbestandes ist ok (stabile Rändern und einigermassen stabile Einzelbäume/Kollektive). Die vorhandenen Lä haben wenig Platz und müssten für den Erhalt der Vitalität freigestellt werden.
Ausserhalb Weiserfläche (gesamter Hang):
Der "Lochhieb" mit den grossen Öffnungen, in Kombination mit Pflanzungen und Austrichtern, hat gut funktioniert. Es gab keine nennenswerten Folgeschäden, die Ränder blieben stabil. Die Konkurrenzvegeration ist stark, jedoch hat es mittlerweile genügend entwicklungsfähige Verjüngung verschiedener Baumarten, welche sich etabliert hat und aufwachsen kann. Es ist unklar, wie das Bild ohne Pflanzungen aussehen würde; es ist aber anzunehmen, dass die Entwicklung deutlich langsamer vonstatten gegangen wäre. Im Seitenlicht hat sich vielenorts eine schöne Vorverjüngung installiert.
Erkenntnisse
Vorbemerkung: Beurteilung basiert auch auf den Beobachtungen neben der Weisefläche.
Stabilität von Aufforstungen: Bei einer sorgfältigen Planung und Umsetzung können auch in homogenen Aufforstungen zielführende Holzerei-Eingriffe gemacht werden, welche die Stabilität des Bestandes nicht übermässig beeinträchtigen.
Konkurrenzvegetation: Bei grossen Öffnungen ist an einem solchen Standort die Vegetationskonkurrenz gross und Pflanzungen dementsprechend angezeigt. Nichtsdestotrotz stellt sich nach einiger Zeit aber auch eine schöne Naturverjüngung ein.
Seitenlicht: Die Einleitung von (Vor-)Verjüngung mithilfe des Seitenlichtes ist von zentraler Bedeutung (Vermeidung des Problems der Vegetationskonkurrenz). Lücken genügend, aber nicht zu gross gestalten, damit die Konkurrenzvegetation nicht zu stark wird.
Leitfragen
Wie entwickelt sich die Verjüngung?
Die Verjüngung entwickelt sich gut, wenn auch etwas langsam. Es ist nicht klar ersichtlich, welche Bäume gepflanzt wurden und welche sich natürlich verjüngt haben. Die Mischung ist zielgerecht (schöne Bu!), viele Bäume haben Konkurrenzvegetation überwachsen. Vergleichsweise sehr wenig Fi in grosser Öffnung, einzelne kleine Fi-Anwuchs-Nester im Altbestand vorhanden. Viel BAh und VoBe bei diffusem Licht. Die kleine Öffnung ist für das Aufkommen der Verjüngung zu klein.
Wie stabilisieren sich die Steilränder?
Die Seitenränder habe sich sehr gut stabilisiert, was unter den vorhandenen Bedingungen überraschend ist, aber unter anderem auf eine sorgfältige Anzeichnung uns Ausführung zurückzuführen ist.
Weiteres Vorgehen
Weiterhin beobachten und dokumentieren von Massnahmen.
Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting?
Ergänzte Fragestellung: Wie entwickelt sich die Vitalität der Lärchen?
Standort wurde von 55 zu 51 angepasst (51 gemäss NaiS entspricht 55 gemäss Berner Schlüssel); aufgrund der grossflächigen Aufforstungsgeschichte wurde Ta-Reliktareal gewählt.
Bei nächster Aufnahme evt. Fotostandorte anpassen:
F1 und F2 bringen keinen Mehrwert mehr -> löschen?
F4 eventuell ersetzten, damit Sichtfeld nicht zugewachsen ist.
Weitere Fotostandorte einrichten, in Abhängigkeit des nächsten Eingriffes
Pläne/Karten/Skizzen
Formulare
Dokumentation
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