Weiserfläche

NW 02 Buochserrübi

  • Höhenstufen
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Gemeinde
Buochs (NW)
Ort
Buochserrübi
Zentrumskoordinaten
2675278 / 1200943
Höhe
950 m
Höhenstufe
Tannen-Buchenwälder der obermontanen Stufe
Standorttypen
18 Waldschwingel-Tannen-Buchenwald NaiS 2A NaiS 2B Tree App
Naturgefahren
Rutschungen, Erosion, Murgänge NaiS 1
Stichworte Massnahmen
JungwaldpflegeNiederhaltungAuf Stock setzenZ-Baum-Pflege
Stichworte Fragestellungen
StockausschlägeBodenauflageBodenverletzungKernwüchse (Ta)
Kontakt
Zusammenfassung
Einrichtungsdatum
25.09.2013
Status
aktiv
Wirkungsanalyse
16.04.2026
Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung

Erosion und Rutschungen auf den sanierten Bacheinhängen verhindern.

Funktioniert die Idee der Niederhaltung auch langfristig?

Wie verändert sich die Baumartenzusammensetzung?

Welches ist die ideale Schnitthöhe und der ideale Zeitabstand der Pflegeeingriffe in den Teilflächen?

(Aktuell: Schnitthöhe auf Boden, alle 8 Jahre ein Eingriff in der Teilfläche)

Methoden Beobachtung bei Einrichtung

Niederhaltungsbeobachtungen, Stabilität der Stockausschläge

Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting

Wie bisher:

  • Sind die Stockausschläge vital?

  • Wie entwickelt sich die Bodenauflage?

  • Sind Bodenverletzungen vorhanden? Was ist der Grund?

  • Ist die Mischung zukunftsgerecht?

Neue Fragestellungen:

  • Wie ist die Stabilität der Randbäume zu beurteilen und wie entwickelt sich diese in Zukunft?

  • Sind die Baumarten, die bei der Wirkungsanalyse 2026 festgestellt wurden, noch vorhanden?

  • Hat die Kombination von Z-Baum Auslese und 25% der Fläche auf Stock setzen die gewünschte Wirkung (vitale Stockauschschläge, bessere Bestandesstruktur) erzielt? Sollen die Massnahmen so weitergeführt werden?

  • Wie haben sich die geförderten Stabilitätsträger aus der Z-Baum Auslese (Kernwüchse und Stockausschläge) entwickelt (Vitalität, Stabilität)?

Zentrale Erkenntnisse

Entscheidend für den Erfolg einer dauerhaften Niederhaltefläche ist ein flächiges und vitales Wurzelwerk.

Durch gute Vitalität und Stabilität des Bestandes geht man von gutem Wurzelwerk aus.

Durch mehrmaliges auf den Stocksetzen nimmt die Ausschlagsfähigkeit ab.

Langfristig muss mit Kernwüchsen gearbeitet werden. Der Füllbestand zwischen den Kernwüchsen kann/ wird weiterhin als Niederhaltungsfläche bewirtschaftet.

Chronologie

25.09.2013: Einrichtung

Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen

Erosion und Rutschungen auf den sanierten Bacheinhängen verhindern.

Funktioniert die Idee der Niederhaltung auch langfristig?

Wie verändert sich die Baumartenzusammensetzung?

Welches ist die ideale Schnitthöhe und der ideale Zeitabstand der Pflegeeingriffe in den Teilflächen?

(Aktuell: Schnitthöhe auf Boden, alle 8 Jahre ein Eingriff in der Teilfläche)


Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung

Im 16./17. Jahrhundert Holzreistweg zum Buochserdorf. Erste Verbauungen im Gebiet der Buochserrübi wurden ab 1882 erstellt. Die Ränder konnten jedoch zu wenig stabilisiert werden. Die Verbauungs- und Begrünungsprojekte von 1932 bis 1978 vermochten dann die Bacheinhänge zu stabilisieren. Es wurden Mauersperren, Flechtwerke, Abflussrinnen und Weganlagen erstellt. Weiden wurden gepflanzt, Erlen gesät und eine Begrünung mit Saatgut angebracht. Seit über 20 Jahren wurden Teilflächen der Rübi regelmässig auf den Stock gesetzt.


Methoden Beobachtung

Niederhaltungsbeobachtungen, Stabilität der Stockausschläge



Fotostandorte

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18.03.2020: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Stockausschlag-Fähigkeit

Bodenauflage/ Bodenverletzungen

Kernwüchse, insbesondere Weisstanne

Mischung

Stabilität der Randbäume


Fotostandorte

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Erkenntnisse

Stockausschläge: Hoher Anteil von Stockausschlägen mit guter Vitalität.

Boden: Keine Bodenverletzungen sichtbar, organische Auflage infolge Niederhaltung scheint rasch zu vermodern.

Kernwüchse: Ta/ Fi 100% vital, Laubbäume nicht beurteilbar da nicht eindeutig unterscheidbar von Stockausschlägen

Mischung: Gute Mischung vorhanden

Randbäume: Stabil


23.03.2022: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Stockausschlag-Fähigkeit

Bodenauflage/ Bodenverletzungen

Kernwüchse, insbesondere Weisstanne

Mischung

Stabilität der Randbäume


Fotostandorte

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Erkenntnisse

Stockausschläge: Wüchsigkeit nimmt ab

Boden: Keine Auffälligkeiten

Kernwüchse: Ta/ Fi 100% vital, Laubbäume schwierig zu beurteilen (Stockausschläge)

Mischung: Gute Mischung vorhanden

Randbäume: Stabil


16.04.2026: Wirkungsanalyse

Beobachtungen

  • Stockausschläge

  • Bodenauflage?

  • Bodenverletzungen

  • Kernwüchse

  • Baumartenmischung

  • Stabilität der Randbäume

  • Pflegeeingriff 2023


Erkenntnisse

Sind die Stockausschläge vital?

Vitalität wird allgemein als gut eingestuft, haben den Hagelschaden 2024 gut überstanden. Eschen über gesamte Fläche deutliche Vitalitätsverluste infolge der Eschenwelke. Unterhalb des Wanderwegs mehr Vitalitätsverlust der Eschen als oberhalb (Es unten 4 Jahre älter). Laut JO aktuelles Wachstum 2016-2026 geringer als in den Jahren 2008–2016. Fazit: Vitalität gut, Wuchskraft abnehmend, Entwicklungspotential gehemmt.

Wie entwickelt sich die Bodenauflage

Sehr dünne Humusschicht und geringe Auflage. In den weniger Steilen Partien bessere Auflage und etwas dickere Humusschichten, ausgeprägtes Kleinstandortsmosaik. Der biologische Streuabbau funktioniert gut.

Sind Bodenverletzungen vorhanden? Was ist der Grund?

Die flächige Bestockung mit Stockausschlägen ergibt einen DG von 100%, es fand keine Erosion statt und es sind keine Bodenverletzungen entstanden. Mit dem auf Stock setzen konnte im Beobachtungszeitraum ein hoher DG beibehalten werden.

Sind Kernwüchse, insbesondere der Weisstanne, vorhanden und entwicklungsfähig?

Kernwüchse von Ta, Bu, Fi, Er, BAh und AS festgestellt. Diese sind vital und entwicklungsfähig.

Ist die Mischung zukunftsgerecht?

Sehr viele Baumarten vorhanden: Lbb 90% (50% BAh, restliche 40%: Er> Es>Wei>Ul>>Bu>Sah>Vbe>As>Mbe>Li>Nu), Fi 9% ,Ta 1%. Dies bietet gute waldbauliche Optionen für die Zukunft, die Mischung ist zukunftsgerecht. Vorhandensein von Pioniergehölzen wie As, Bi und Vbe wir durch die Teilnehmenden der Wirkungsanalyse als wertvoll erachtet. Diese sollen unbedingt als Samenbäume mit der Z-Baum Auslese gefördert werden, da sie sich unter anderem auf einer etwaigen Schadfläche schnell etablieren könnten.

Wie ist die Stabilität der Randbäume zu beurteilen und wie entwickelt sich diese in Zukunft?

Randbäume mit grossen Kronenanteil, Ndh lastig. Der Ndh-Anteil soll längerfristig zu Gunsten des Lbh-Anteils reduziert werden, damit die Mischung standortsgerechter wird.

War der Pflegeeingriff 2023 zielführend (Förderung Kernwüchse im Z-Baum Abstand)?

Ja. Durch die Z-Baum Auslese konnte ein erster Schritt in Richtung Bestandesstrukturierung eingeleitet werden. Die Teilnehmenden der Wirkungsanalyse sind aber der Meinung, dass eine Kombination von Z-Baum Auslese und dem auf Stock setzen der Stockausschläge eine noch bessere Wirkung erzielen würde.

Z-Baum Auslese im Endabstand von ≈16m (ergibt rund 40 Stabilitätsträger pro Hektare) Z-Bäume herauspflegen. In Hangfalllinie den Abstand konsequent einhalten (Erhalt der Stützbäume unterhalb Z-Bäume wichtig. Bei zu geringem Endabstand werden diese sonst früher oder später als Konkurrenz entfernt). Quer zum Hang auch geringerer Endabstand möglich (die Besten Kandidaten aussuchen).

Niederhaltung (auf Stock setzen) ≈25% der Fläche auf Stock setzen. Generell nicht vitale Stockausschläge auf Stock setzen, damit diese wieder vital ausschlagen.

Nächster Eingriff unterhalb des Wanderweges?

2026: Auf Stock setzen der Stockausschlage, ≈25% der Fläche. Generell nicht vitale Stockausschläge auf den Stock setzen. Aufnahme der Stabilitätsträger mit GPS.

2030: Z-Baum Auslese im Endabstand von 16 m. Aufnahme der Stabilitätsträger mit GPS.

Nächster Eingriff oberhalb des Wanderwegs?

2026: Z-Baum Auslese im Endabstand von 16 m. Aufnahme der Stabilitätsträger mit GPS.

2030: Auf Stock setzen der Stockausschlage, ≈25% der Fläche. Generell nicht vitale Stockausschläge auf den Stock setzen.


Leitfragen

  • Sind die Stockausschläge vital?

  • Wie entwickelt sich die Bodenauflage?

  • Sind Bodenverletzungen vorhanden? Was ist der Grund?

  • Sind Kernwüchse, insbesondere der Weisstanne, vorhanden und entwicklungsfähig?

  • Ist die Mischung zukunftsgerecht?

  • Wie ist die Stabilität der Randbäume zu beurteilen und wie entwickelt sich diese in Zukunft?

  • War der Pflegeeingriff 2023 zielführend (Förderung Kernwüchse im Z-Baum Abstand)?

  • Nächster Eingriff unterhalb des Wanderweges?

  • Nächster Eingriff oberhalb des Wanderwegs?


Weiteres Vorgehen

Nächster Eingriff unterhalb des Wanderweges?

2026: Auf Stock setzen der Stockausschlage, ≈25% der Fläche. Generell nicht vitale Stockausschläge auf den Stock setzen. Aufnahme der Stabilitätsträger mit GPS.

2030: Z-Baum Auslese im Endabstand von 16 m. Aufnahme der Stabilitätsträger mit GPS.

Nächster Eingriff oberhalb des Wanderwegs?

2026: Z-Baum Auslese im Endabstand von 16 m. Aufnahme der Stabilitätsträger mit GPS.

2030: Auf Stock setzen der Stockausschlage, ≈25% der Fläche. Generell nicht vitale Stockausschläge auf den Stock setzen.


Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting?

Wie bisher:

  • Sind die Stockausschläge vital?

  • Wie entwickelt sich die Bodenauflage?

  • Sind Bodenverletzungen vorhanden? Was ist der Grund?

  • Ist die Mischung zukunftsgerecht?

Neue Fragestellungen:

  • Wie ist die Stabilität der Randbäume zu beurteilen und wie entwickelt sich diese in Zukunft?

  • Sind die Baumarten, die bei der Wirkungsanalyse 2026 festgestellt wurden, noch vorhanden?

  • Hat die Kombination von Z-Baum Auslese und 25% der Fläche auf Stock setzen die gewünschte Wirkung (vitale Stockauschschläge, bessere Bestandesstruktur) erzielt? Sollen die Massnahmen so weitergeführt werden?

  • Wie haben sich die geförderten Stabilitätsträger aus der Z-Baum Auslese (Kernwüchse und Stockausschläge) entwickelt (Vitalität, Stabilität)?


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