Weiserfläche

SG 3 Brüsis

  • Höhenstufen
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Gemeinde
Walenstadt (SG)
Ort
Brüsis
Zentrumskoordinaten
2744580 / 1220230
Höhe
580 m
Höhenstufe
Buchenwälder der submontanen Stufe
Standorttypen
9a Typischer Lungenkraut-Buchenwald / Typischer Platterbsen-Buchenwald NaiS 2A NaiS 2B Tree App
Naturgefahren
Steinschlag NaiS 1
Kontakt
Zusammenfassung
Einrichtungsdatum
22.07.2009
Status
aktiv
Wirkungsanalyse
22.03.2022
Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung

Repräsentativ für Buchenmischwälder NaiS-Oberklasse 100

=> wie entwickeln sich die Stabilitätsträger nach einer Durchforstung (Krone)?

=> was geschieht bezüglich Steinschlag wenn die minimale Anzahl Bäume kurzfristig nicht vorhanden ist?

=> was für Baumarten kommen auf wenn man nur kleine Öffnungen schafft?

Methoden Beobachtung bei Einrichtung

Vollkluppierung

Zentrale Erkenntnisse

Der sehr hohe Schalenwildeinfluss führt zu einer ausgeprägten Entmischung der Verjüngung und stellt das zentrale Hemmnis für eine klimawandelgerechte Baumartenentwicklung dar. Krankheiten, Trockenstress sowie Zwangs- und Käfernutzungen haben das Baumartenspektrum deutlich verschoben, insbesondere durch den Ausfall von Esche und Fichte. Kleine, frühzeitige Verjüngungsöffnungen haben sich als wirksam erwiesen, da sie Konkurrenzvegetation und Neophyten begrenzen und stabiler reagieren als grosse Öffnungen. Auf Blockschuttstandorten ist die Buche in ihrer Dimensionierung klar begrenzt, um Stabilitätsrisiken zu vermeiden. Trockentolerantere Baumarten gewinnen für die zukünftige Schutzwirkung an Bedeutung. Methodische Unschärfen in den NaiS-Durchmesserklassen erschweren die Bewertung der Schutzwirkung und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse.

Chronologie

22.07.2009: Einrichtung

Gründe für und Fragestellungen

Repräsentativ für Buchenmischwälder NaiS-Oberklasse 100

=> wie entwickeln sich die Stabilitätsträger nach einer Durchforstung (Krone)?

=> was geschieht bezüglich Steinschlag wenn die minimale Anzahl Bäume kurzfristig nicht vorhanden ist?

=> was für Baumarten kommen auf wenn man nur kleine Öffnungen schafft?


Methoden Beobachtung

Vollkluppierung


Bestandesbilder

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01.01.2011: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Fotodokumentation


Fotostandorte

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01.01.2012: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Fotodokumentation


Fotostandorte

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01.01.2013: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Fotodokumentation


Fotostandorte

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01.01.2022: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Fotodokumentation


Fotostandorte

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01.01.2010: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Vollkluppierung


22.03.2022: Wirkungsanalyse

Beobachtungen

Die Weiserfläche ist durch Blockschutt geprägt, was die Standfestigkeit der Buche einschränkt. Reh und Hirsch sind ganzjährig präsent, wobei der Rehbestand jagdlich nur schwer beeinflussbar ist. Der Schalenwildeinfluss ist so hoch, dass es bei mehreren Laubbaumarten zu einer Entmischung der Verjüngung kommt. Zwangs- und Normalnutzungen sowie Käferbefall und Trockenstress führten zum Ausfall einzelner Baumarten, insbesondere Esche und Fichte. Grössere Verjüngungsöffnungen verursachen starke Konkurrenzvegetation und fördern Neophyten, während kleinere Öffnungen deutlich stabiler reagieren. Die Stabilitätsträger haben sich nach dem Eingriff 2014 gut entwickelt, die Schutzwirkung gegen Steinschlag ist aktuell jedoch nur noch teilweise gegeben.


Erkenntnisse

Die Etappenziele wurden mehrheitlich erreicht, allerdings mit deutlichen Verschiebungen im Baumartenspektrum durch Krankheiten, Trockenheit und Schalenwildeinfluss. Frühzeitige Eingriffe mit kleinen Verjüngungsöffnungen bestätigen sich als wirksam zur Begrenzung von Konkurrenzvegetation und Neophyten. Die schalenwildbedingte Entmischung erschwert die Anpassung an den Klimawandel erheblich. Auf Blockschuttstandorten sollten Buchen keine grossen Durchmesser erreichen, um Stabilitätsrisiken zu begrenzen. Trockenheitstolerantere Baumarten wie Bergahorn, Spitzahorn, Nussbaum und Eiche gewinnen an Bedeutung. Die uneinheitliche Handhabung von Durchmesserklassen in NaiS erschwert die Bewertung der Schutzwirkung und Vergleichbarkeit der Ergebnisse.


Weiteres Vorgehen

Die Fragestellung bleibt grundsätzlich bestehen, die Etappenziele werden jedoch angepasst. Es besteht klarer weiterer Handlungsbedarf, insbesondere bei der Förderung und beim Wildschutz trockentoleranter Baumarten. Die Wiederholung der bestehenden Sylvotheque-Aufnahmen wird als wichtiges Monitoringinstrument erachtet. Zudem soll die Bekämpfung der Nielen geprüft werden, um Gassen zu Z-Bäumen offen zu halten. Insgesamt liegt der Fokus künftig auf der aktiven Steuerung der Baumartenmischung unter hohem Schalenwildeinfluss und sich verschärfenden Klimabedingungen.


Fotos

Kommentare

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