SG 3 Brüsis
Kontakt
- Suisse Nais
- no-reply@suissenais.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 22.07.2009
- Status
- aktiv
- Wirkungsanalyse
- 22.03.2022
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Repräsentativ für Buchenmischwälder NaiS-Oberklasse 100
=> wie entwickeln sich die Stabilitätsträger nach einer Durchforstung (Krone)?
=> was geschieht bezüglich Steinschlag wenn die minimale Anzahl Bäume kurzfristig nicht vorhanden ist?
=> was für Baumarten kommen auf wenn man nur kleine Öffnungen schafft?
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
Vollkluppierung
Zentrale Erkenntnisse
Der sehr hohe Schalenwildeinfluss führt zu einer ausgeprägten Entmischung der Verjüngung und stellt das zentrale Hemmnis für eine klimawandelgerechte Baumartenentwicklung dar. Krankheiten, Trockenstress sowie Zwangs- und Käfernutzungen haben das Baumartenspektrum deutlich verschoben, insbesondere durch den Ausfall von Esche und Fichte. Kleine, frühzeitige Verjüngungsöffnungen haben sich als wirksam erwiesen, da sie Konkurrenzvegetation und Neophyten begrenzen und stabiler reagieren als grosse Öffnungen. Auf Blockschuttstandorten ist die Buche in ihrer Dimensionierung klar begrenzt, um Stabilitätsrisiken zu vermeiden. Trockentolerantere Baumarten gewinnen für die zukünftige Schutzwirkung an Bedeutung. Methodische Unschärfen in den NaiS-Durchmesserklassen erschweren die Bewertung der Schutzwirkung und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse.
Bestandesbeschreibung 22.07.2009
Bestandesbeschreibung 01.01.2011
Bestandesbeschreibung 01.01.2012
Bestandesbeschreibung 01.01.2013
Bestandesbeschreibung 01.01.2022
Bestandesbeschreibung 01.01.2010
Bestandesbeschreibung 22.03.2022
Bestandesentwicklung
Chronologie
22.07.2009: Einrichtung
Gründe für und Fragestellungen
Repräsentativ für Buchenmischwälder NaiS-Oberklasse 100
=> wie entwickeln sich die Stabilitätsträger nach einer Durchforstung (Krone)?
=> was geschieht bezüglich Steinschlag wenn die minimale Anzahl Bäume kurzfristig nicht vorhanden ist?
=> was für Baumarten kommen auf wenn man nur kleine Öffnungen schafft?
Methoden Beobachtung
Vollkluppierung
Vollkluppierung
01.01.2010: Beobachtung / Zwischenbegehung
22.03.2022: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Die Weiserfläche ist durch Blockschutt geprägt, was die Standfestigkeit der Buche einschränkt. Reh und Hirsch sind ganzjährig präsent, wobei der Rehbestand jagdlich nur schwer beeinflussbar ist. Der Schalenwildeinfluss ist so hoch, dass es bei mehreren Laubbaumarten zu einer Entmischung der Verjüngung kommt. Zwangs- und Normalnutzungen sowie Käferbefall und Trockenstress führten zum Ausfall einzelner Baumarten, insbesondere Esche und Fichte. Grössere Verjüngungsöffnungen verursachen starke Konkurrenzvegetation und fördern Neophyten, während kleinere Öffnungen deutlich stabiler reagieren. Die Stabilitätsträger haben sich nach dem Eingriff 2014 gut entwickelt, die Schutzwirkung gegen Steinschlag ist aktuell jedoch nur noch teilweise gegeben.
Erkenntnisse
Die Etappenziele wurden mehrheitlich erreicht, allerdings mit deutlichen Verschiebungen im Baumartenspektrum durch Krankheiten, Trockenheit und Schalenwildeinfluss. Frühzeitige Eingriffe mit kleinen Verjüngungsöffnungen bestätigen sich als wirksam zur Begrenzung von Konkurrenzvegetation und Neophyten. Die schalenwildbedingte Entmischung erschwert die Anpassung an den Klimawandel erheblich. Auf Blockschuttstandorten sollten Buchen keine grossen Durchmesser erreichen, um Stabilitätsrisiken zu begrenzen. Trockenheitstolerantere Baumarten wie Bergahorn, Spitzahorn, Nussbaum und Eiche gewinnen an Bedeutung. Die uneinheitliche Handhabung von Durchmesserklassen in NaiS erschwert die Bewertung der Schutzwirkung und Vergleichbarkeit der Ergebnisse.
Weiteres Vorgehen
Die Fragestellung bleibt grundsätzlich bestehen, die Etappenziele werden jedoch angepasst. Es besteht klarer weiterer Handlungsbedarf, insbesondere bei der Förderung und beim Wildschutz trockentoleranter Baumarten. Die Wiederholung der bestehenden Sylvotheque-Aufnahmen wird als wichtiges Monitoringinstrument erachtet. Zudem soll die Bekämpfung der Nielen geprüft werden, um Gassen zu Z-Bäumen offen zu halten. Insgesamt liegt der Fokus künftig auf der aktiven Steuerung der Baumartenmischung unter hohem Schalenwildeinfluss und sich verschärfenden Klimabedingungen.
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Kommentare
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