SG WF-19 Geienberg
- Gemeinde
- Sevelen (SG)
- Ort
- Gnapf
- Zentrumskoordinaten
- 2753820 / 1221250
- Höhe
- 770 m
- Höhenstufe
- Buchenwälder der untermontanen Stufe
- Naturgefahren
- Rutschungen, Erosion, Murgänge NaiS 1
Kontakt
- Julian Chariatte
- julian.chariatte@sg.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 25.09.2008
- Status
- aktiv
- Wirkungsanalyse
- 18.04.2024
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Kant. Wieserflächenkonzept, Repräsentative Fläche
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
Vollkluppierung
Zentrale Erkenntnisse
Die Weiserfläche zeigt nach dem Holzschlag eine rasche und insgesamt positive Entwicklung der Naturverjüngung, insbesondere von Berg- und Spitzahorn sowie Douglasie. Die Tanne fehlt jedoch weitgehend in der Verjüngung, was klar auf den seit Jahrzehnten zu hohen Schalenwildeinfluss zurückzuführen ist und zu einer Entmischung führt. Die angestrebte Erhöhung des Laubholzanteils war unter den gegebenen Ausgangsbedingungen nicht realistisch, während die übrigen Etappenziele erreicht wurden. Die aktuell hohe Baumartenvielfalt ist für die Anpassung an den Klimawandel zentral und muss unbedingt erhalten werden. Die bisherige waldbauliche Praxis wird grundsätzlich bestätigt, der Wildeinfluss bleibt jedoch der entscheidende limitierende Faktor für die weitere Bestandesentwicklung.
Bestandesbeschreibung 25.09.2008
Bestandesbeschreibung 13.09.2022
Bestandesbeschreibung 18.04.2024
Bestandesentwicklung
Chronologie
25.09.2008: Einrichtung
Gründe für und Fragestellungen
Kant. Wieserflächenkonzept, Repräsentative Fläche
Methoden Beobachtung
Vollkluppierung
18.04.2024: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Bis zum Holzschlag 2022/23 bestand auf der Weiserfläche ein weitgehend geschlossener, naturnaher Bestand mit einzelnen gepflanzten Lärchen und Douglasien. Nach den Eingriffen stellte sich rasch und üppig Naturverjüngung ein, insbesondere von Berg- und Spitzahorn sowie Douglasie. Die Tanne fehlt in der Verjüngung weitgehend, obwohl sie als schattentolerante Baumart bereits vor dem Holzschlag hätte vorhanden sein müssen. Der Schalenwildeinfluss ist seit Jahrzehnten hoch und weiterhin prägend. Beim Holzschlag 2022 kam es durch unsorgfältige Fällarbeiten zu zusätzlichen Verlusten an Buche. Einzelne Neophyten wie Sommerflieder sind vorhanden, bisher jedoch in geringer Zahl.
Erkenntnisse
Die meisten Etappenziele wurden erreicht, die angestrebte Erhöhung des Laubholzanteils war jedoch unter den gegebenen Ausgangsbedingungen nicht realistisch. Die natürliche Verjüngung entwickelt sich insgesamt positiv, gleichzeitig zeigt sich eine klare schalenwildbedingte Entmischung der Tanne. Die grosse aktuell vorhandene Baumartenvielfalt ist für die Anpassung an den Klimawandel zentral und muss unbedingt erhalten werden. Die bisherige waldbauliche Praxis wird grundsätzlich bestätigt, der Zeitpunkt des Holzschlags hätte auch früher liegen können. Der Wildeinfluss stellt den entscheidenden limitierenden Faktor für die künftige Bestandesentwicklung dar.
Weiteres Vorgehen
Die Fragestellungen und Etappenziele werden angepasst, mit Fokus auf Klimawandel und Wildeinfluss. Der Anteil der Douglasie soll trotz NaiS-Anforderungsprofil hoch gehalten werden, da die Erfahrungen auf diesem Standort positiv sind. Es soll geprüft werden, ob Douglasie, Berg- und Spitzahorn sowie Tanne mit Wildschutz- und Pflegemassnahmen unter dem hohen Schalenwildeinfluss erhalten bzw. verjüngt werden können. Der Austausch mit der lokalen Jagdgesellschaft zur Erhöhung des Jagddrucks ist zentral. Die Weiserfläche soll jährlich ein- bis zweimal begangen und die Entwicklung der Naturverjüngung sowie der Wildschutzmassnahmen konsequent dokumentiert werden.
Formulare
Fotos
Fotos vergleichen
Kommentare
Fragen, Anregungen oder Anmerkungen zur Fläche/zum Beobachtungspunkt? «WF-19 Geienberg»?
Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern verfasst werden.