SG WF-3-10 Gächwald
Kontakt
- Suisse Nais
- no-reply@suissenais.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 18.11.2009
- Status
- aktiv
- Wirkungsanalyse
- 13.12.2023
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Wie gross müssen die Öffnungen im Kronendach sein, damit die Verjüngung einstellt.
Wie reagieren die Hochstauden?
Wieviel Totholz kann im Bestand liegen gelassen werden?
Verjüngt sich die Weisstanne?
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
Vollkluppierung
- Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting
Kann sich die Ta zu einem späteren Zeitpunkt mit hoffentlich tieferem Schalenwildeinfluss verjüngen? Wann wird der Schalenwildeinfluss genügend reduziert sein?
Gegenwärtig funktioniert nur die Verjüngung mit der Bu. Mit zunehmender Erwärmung und Sommertrockenheiten im Klimawandel nimmt die Gefahr zu, dass die Bu ausfällt.
Wie können zusätzliche Baumarten eingebracht werden? Gemäss TreeApp wird der BAh empfohlen.
Wie entwickelt sich die Konkurrenzkraft der Bu-Verjüngung unter dem Aspekt des Klimawandels?
Zentrale Erkenntnisse
Die Weiserfläche wurde nach dem Dauerwaldprinzip bewirtschaftet, die Eingriffe 2007 und 2012 zielten auf die Förderung der Tanne im An- und Aufwuchs, die Reduktion von Bu-Hängern und die Stabilisierung der Fichte. Waldbaulich wurden die Massnahmen korrekt umgesetzt, die Öffnungsgrössen waren passend, und Totholzbestände verursachten keine Probleme. Die Buche konnte erfolgreich verjüngen, während die Tanne nur als Ansamung vorhanden ist und Bergahorn im Aufwuchs fehlt. Der sehr hohe Schalenwilddruck, mit Reh ganzjährig und Hirsch zunehmend auch im Sommer, verhindert die Entwicklung der Zielbaumarten. Die Stabilitätsträger blieben in gutem Zustand, die Bu-Kronen veränderten sich kaum, und Konkurrenzvegetation war nur kurzfristig relevant. Diese Ergebnisse bestätigen die bisherigen Erfahrungen: überhöhter Wilddruck führt zu Dominanz der Buche und verhindert die Verjüngung von Tanne und Bergahorn. Waldbaulich sind keine Anpassungen erforderlich, die bestehenden NaiS-Vorgaben können eingehalten werden. Entscheidend für eine NaiS-konforme Entwicklung ist jedoch die deutliche Reduktion des Wilddrucks. Ohne Schutzmassnahmen wird der Buchenanteil mittelfristig stark steigen, während die Tanne und der Bergahorn kaum aufkommen. Die Ergebnisse sind auf vergleichbare Schutzwälder übertragbar und verdeutlichen, dass eine erfolgreiche Verjüngung nur durch koordinierte waldbauliche und jagdliche Massnahmen erreicht werden kann.
Bestandesbeschreibung 18.11.2009
Bestandesbeschreibung 15.09.2009
Bestandesbeschreibung 01.06.2012
Bestandesbeschreibung 24.06.2014
Bestandesbeschreibung 13.12.2023
Bestandesentwicklung
Chronologie
18.11.2009: Einrichtung
Gründe für und Fragestellungen
Wie gross müssen die Öffnungen im Kronendach sein, damit die Verjüngung einstellt.
Wie reagieren die Hochstauden?
Wieviel Totholz kann im Bestand liegen gelassen werden?
Verjüngt sich die Weisstanne?
Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung
Infos aus alten Wirtschaftsplänen:
Erschliessung mit dem heutigen Zugangsweg um 1920 für die Rückung mit Pferden
Nach den damaligen Holznutzungen wurden im Gebiet der heutigen WF Fi + Lä gepflanzt, im vorderen Teil des Gächwaldes auch Dgl.
Methoden Beobachtung
Vollkluppierung
13.12.2023: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Bu hat Etappenziel erreicht, Ta auf Grund von grossem Wilddruck nicht.
Einseitigen Bu Kronen haben sich nicht verändert. Die Stabilitätsträger sind im guten Zustand.
Auf der WF (0.6ha) liegen 50 fm Totholz vom Eingriff 2012, bis jetzt sind keine Probleme festzustellen.
Erkenntnisse
Die gewählten Öffnungsgrössen waren richtig.
Die Stabilitätsträger haben vom Eingriff profitiert, obwohl sich die Bu-Kronen nicht mehr verbessert haben
Die Konkurrenzvegetation war nur während einem sehr kurzen Zeitraum von 3-5 Jahren vorhanden.
Mit dem gegenwärtigen Schalenwildeinfluss lässt sich die Ta nicht verjüngen! --> bei zu hohem Schalenwildeinfluss dominiert die Bu in der Verjüngung, später kann sich die Ta nicht mehr ansamen.
Weiteres Vorgehen
Ta fördern und bei Eingriffen schonen.
Schalenwildproblem in den Griff bekommen.
Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting?
Kann sich die Ta zu einem späteren Zeitpunkt mit hoffentlich tieferem Schalenwildeinfluss verjüngen? Wann wird der Schalenwildeinfluss genügend reduziert sein?
Gegenwärtig funktioniert nur die Verjüngung mit der Bu. Mit zunehmender Erwärmung und Sommertrockenheiten im Klimawandel nimmt die Gefahr zu, dass die Bu ausfällt.
Wie können zusätzliche Baumarten eingebracht werden? Gemäss TreeApp wird der BAh empfohlen.
Wie entwickelt sich die Konkurrenzkraft der Bu-Verjüngung unter dem Aspekt des Klimawandels?
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