SG 5 in de Stögg
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- Suisse Nais
- no-reply@suissenais.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 15.05.2009
- Status
- aktiv
- Wirkungsanalyse
- 10.06.2022
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Zieltyp Schutzwald Murggang und Hangmure, Mischungsart möglichst naturnah
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
Vollkluppierung
Zentrale Erkenntnisse
Die Etappenziele auf der Weiserfläche wurden insgesamt nicht erreicht, hauptsächlich infolge massiver Käferschäden und eines sehr hohen Schalenwildeinflusses. Das vertikale Gefüge wurde stark beeinträchtigt, da ganze Durchmesserklassen verloren gingen oder stark reduziert wurden. Die Tanne fehlt sowohl im Altbestand wie auch in der Verjüngung, was auf fehlende Samenbäume und Verbiss zurückzuführen ist. Der Schalenwildeinfluss führt zu einer deutlichen Entmischung der Baumarten, indem Fichte und Vogelbeere kaum aufkommen und der Einwuchs von Bergahorn, Birke und Buche stark verzögert wird. Gleichzeitig breiten sich Bergahorn, Birke und Buche in Ansamung und Anwuchs rasch und flächig aus. Der schnelle Ausfall der Fichte verschärft die Probleme der Baumartenmischung zusätzlich. Die Anpassung des Bestandes an den Klimawandel wird unter diesen Voraussetzungen als sehr grosse Herausforderung beurteilt. Die hohen Risiken und Folgeschäden sind vor allem auf die Bestandesgeschichte in Kombination mit dem Klimawandel zurückzuführen. Die bisherigen waldbaulichen Massnahmen werden dadurch nicht grundsätzlich infrage gestellt. Die bestehenden Zielformulierungen zum Aufwuchs werden als wenig praxisnah eingeschätzt und erschweren die Beurteilung der Weiserfläche.
Bestandesbeschreibung 15.05.2009
Bestandesbeschreibung 10.06.2022
Bestandesentwicklung
Chronologie
15.05.2009: Einrichtung
Gründe für und Fragestellungen
Zieltyp Schutzwald Murggang und Hangmure, Mischungsart möglichst naturnah
Methoden Beobachtung
Vollkluppierung
Formulare
Vollkluppierung
10.06.2022: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Auf der Weiserfläche wurden die Etappenziele nicht erreicht. Durch Käferschäden in den Jahren 2015–2019 wurde die Durchmesserklasse 12–30 cm vollständig eliminiert und die Klasse 31–50 cm auf über der Hälfte der Fläche entfernt, wodurch das vertikale Gefüge stark beeinträchtigt ist. Die Tanne fehlt in Altholz und Verjüngung aufgrund fehlender Samenbäume. Ein sehr hoher Schalenwilddruck verhindert den Einwuchs von Fichte und Vogelbeere vollständig und verzögert ihn bei Bergahorn, Birke und Buche deutlich. Gleichzeitig zeigt sich eine rasche und flächige Ansamung von Bergahorn, Birke und Buche.
Erkenntnisse
Die Entwicklung bestätigt die erwarteten Auswirkungen von Käferbefall und Schalenwildeinfluss. Der Ausfall der Fichte verstärkt die Entmischung und erschwert die Anpassung des Bestandes an den Klimawandel erheblich. Ohne Tanne als tragende Mischbaumart ist eine klimafitte Bestandesentwicklung nur noch mit Pflanzungen möglich. Die schalenwildbedingte Entmischung führt zu längeren Verjüngungszeiträumen, höheren Kosten und insgesamt schlechteren Ergebnissen trotz Schutzmassnahmen. Die hohen Risiken sind primär Folge der Bestandesgeschichte in Kombination mit Klimawandel, weniger der aktuellen waldbaulichen Praxis.
Weiteres Vorgehen
Die ursprünglichen Fragestellungen werden angepasst und durch neue ergänzt. Das Anforderungsprofil ist stärker auf Rutschungen, Erosion und flachgründige Standorte auszurichten. Zentrale Beobachtungsfragen betreffen die zukünftige Entwicklung der Verjüngung unter hohem Schalenwildeinfluss und Klimawandel sowie die Geschwindigkeit des weiteren Rückgangs der Fichte. Die Entwicklung der Mischungsart soll künftig systematisch beobachtet und dokumentiert werden, um belastbare Erkenntnisse für das weitere Vorgehen zu gewinnen.
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