Weiserfläche

GR 5002 Chanfuorns / Clisura

  • Höhenstufen
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Gemeinde
Valsot (GR)
Ort
Chanfuorns
Zentrumskoordinaten
2826219 / 1190545
Höhe
1320 m
Höhenstufe
Fichtendominierte Wälder der hochmontanen Stufe
Standorttypen
54 Typischer Perlgras-Fichtenwald NaiS 2A NaiS 2B Tree App
55 Ehrenpreis-Fichtenwald NaiS 2A NaiS 2B Tree App
Naturgefahren
Lawinen NaiS 1
Stichworte Massnahmen
Verjüngung mit Löchern
Stichworte Holzernte
Holz liegen lassen
Kontakt
Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
marco.vanoni@awn.gr.ch
Zusammenfassung
Einrichtungsdatum
17.08.2022
Status
aktiv
Wirkungsanalyse
Nein
Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung

Fragestellungen:

  • Wie entwickelt sich die aufgekommene Lärchenverjüngung in den verschieden grossen Lochöffnungen?

  • Stellt sich auch ausserhalb der früheren VKZ-Zäune noch entwicklungsfähige Fi-Verjüngung ein?

  • Wie entwickelt sich der Verbiss der Fichte in den nä. Jahren?

  • Wann (mit welchem Turnus) ist für den Lä-Aufwuchs wieder ein Förder-Eingriff nötig? (minimale Lochvergrösserung talseits z.B.)

  • Wie entwickelt sich der Altbestand (Stabilität)?

Methoden Beobachtung bei Einrichtung

Einrichtung als Beobachtungsfläche mit den folgenden Zielen/Fragestellungen, Hypothesen und den daraus abgeleiteten Aufnahmemethoden:

 

Fragestellung 1: Wie entwickelt sich die aufgekommene Lärchenverjüngung in den verschiedenen Lochöffnungen?

Hypothese: In den beiden gezielt geschaffenen Öffnungen kann die Lä gut aufwachsen, in den kleineren (z.T. vermutlich durch den Wind geschaffenen) oder durch minimale forstl. Eingriffe ist der Lä-Aufwuchs nicht entwicklungsfähig (instabil)

Beobachtungsperimeter/Methodik: Fotodokumentation inkl. Beschreibung der Lä-Aufwuchs-Kegel (Fotostandort Nr. 1 fortführen und zusätzlichen bei kleiner Lücke (neu?) -> östlich des früheren VKZs?

 

Fragestellung 2: Stellt sich auch ausserhalb der früheren VKZ-Zäune noch entwicklungsfähige Fi-Verjüngung ein? (Achtung im Bereich des Zauns Nr. 2941 gibt es auch Fi-Verj. Ausserhalb des Zauns -> vergl. Fotos MG). Kommen die in den letzten paar Jahren angewachsenen Fi-Verjüngung (nicht unmittelbar nach Holzschlag) auf?
Wie entwickelt sich den Verbiss der Fi (und Lä) in den nä. Jahren?

Hypothese: Die Fi-Verjüngung wird weiterhin stärker verbissen als die Lä-Verjüngung (und erträgt dies verm. weniger gut). Auch im Halbschatten/unter Lä-Schirm entwickelt sich die Fi-Verj. nur kümmerlich.

Beobachtungsperimeter/Methodik: neuer VKZ und Vergleichsfläche erstellen in einem Halbschatten-Bereich (z.B. talseits des Fotostandort Nr. 1), wo aktuell einzelne Fi-Verjüngungsansätze vorhanden sind.

 

Fragestellung 3: Wann (mit welchem Turnus) ist für den Lä-Aufwuchs wieder ein Fördereingriff nötig? (mehr Licht, ohne die Struktur und Stabilität zu gefährden)

Hypothese: In 5 Jahren wird erkennbar sein, dass einzelne Lä an ihre Wachstumsgrenzen stossen und die Lücken talseits minimal erweitert werden sollten.

Beobachtungsperimeter/Methodik: Wirkungsanalyse Wachstum der Lärche (und Fichten) im Rahmen der Zwischenbegehungen (alle 2 Jahre) und der Wirkungsanalyse (in 5 Jahren?)

 

Fragestellung 4: Wie entwickelt sich der Altbestand? (Stabilität) Wie geschwind drängt sich ein weitervorangehen der Verjüngung des Bestandes auf?

Hypothese: Der Altbestand wird im jetzigen Zustand (ohne grössere Winde, Kalamitäten) noch mind. 50 Jahre problemlos standhalten. Zur Reduzierung des Risikos und der Förderung von "Vor-Verjüngung" (bei Lä nur bedingt möglich wegen Lü-Grösse?) sollen im westlich angrenzenden Perimeter ebenfalls einzelne Lücken geschaffen werden (Zeithorizont nä. 5 Jahre, allf. kombinierbar mit Loch-Vergrösserung hier??) plus in ca. 30 Jahre weitere Lücken im Seillinienbereich der BF Chanfuorns (?))

Beobachtungsperimeter/Methodik: Festhalten der Kronenlänge von ausgewählten Stabilitätsträgern? Festhalten von natürlichen Abgängen (Wind, Absterben)

 

Chronologie

11.06.2009: Einrichtung

Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen

Gründe:

  • da die Lärche den Anforderungen auf diesen steinschlaggefährdeten und flachgründigen Standorten besser gerecht wird (dickborkig; Herzwurzler), hier aber auf einem typischen Fichtenwaldstandort stockt.

  • hohe Ansprüche der Lärche an Lichtverfügbarkeit bei Verjüngung besonders in nordexponierten + schattigen Lagen

Fragestellungen:

  • Wie entwickelt sich die Lärchenverjüngung unter verschieden grossen Lochöffnungen?

  • Kann sich die Lärchenverjüngung gegenüber der Fichte behaupten? Welchen Einfluss hat das Wild auf die Baumartenverjüngung?    


Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung

 - Holzschlag 1996 & Windwurf 1997 (führte zur Lochvergösserung)
 --> 2 verschieden grosse Verjüngungslöcher:
             - oberer Verjüngungskegel: 55 a
             - unterer Verjüngungskegel: 30 a
 - Einrichtung von 2 Verbiss-Kontrollzäunen & -flächen + Erstaufnahmen 1998
 - erneute Aufnahme von Kontrollzäunen + Kontrollflächen 2001
 - Einrichtung NaiS-Weiserfläche 2009


Methoden Beobachtung

  •  Verjüngungssituation (Keimung, An- und Aufwuchs) unter Lochhieben verschiedener Öffnungsgrösse

  • Deckung/ Zusammensetzung der Bodenvegatation als potentiellem Verjüngungskonkurrent  

  • Vergleich Verjüngungssituation in eingezäunten / freien Flächen  

  • Einschätzung Verbissschäden


Situationsskizzen

wf-ramosch_ubersichtsmap_rechte-talseite.jpg
07.10.2016: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Fotodokumentation


Sonstiges

wf_chafuorns_div_jagdkanzel.jpg wf_chafuorns_div_kontrollzaun.jpg wf_chafuorns_div_1.jpg
12.09.2018: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Fotodokumentation


17.08.2022: Einrichtung

Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen

Fragestellungen:

  • Wie entwickelt sich die aufgekommene Lärchenverjüngung in den verschieden grossen Lochöffnungen?

  • Stellt sich auch ausserhalb der früheren VKZ-Zäune noch entwicklungsfähige Fi-Verjüngung ein?

  • Wie entwickelt sich der Verbiss der Fichte in den nä. Jahren?

  • Wann (mit welchem Turnus) ist für den Lä-Aufwuchs wieder ein Förder-Eingriff nötig? (minimale Lochvergrösserung talseits z.B.)

  • Wie entwickelt sich der Altbestand (Stabilität)?


Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung

  • Einrichtung von zwei VKZ (1998 und Wiederaufnahme 2001); ausserhalb des kantonalen VKZ-Programms

  • Einrichtung einer WF (ist allerdings heute kein SW mehr) im Jahr 2009 (inkl. rekonstruiertem Waldzustand von 1997)

  • BA-Arbeit M. Gremlich; Anforderungen Lärchen-Verjüngung im UE mit Aufnahmen teilweise im WF-Perimeter (2016)

  • Wirkungsanalyse WF 2018

  • Triage der WF von Valsot (2021) und darauffolgend Abschluss (Protokoll der Wirkungsanalyse) und Umwandlung der WF in eine Beobachtungsfläche der WG5 (2022)

  • vermutlich Teil der Kahlschläge "Tiroler Schläge" (bei der "ehemaligen" Doku WF Tramblai erwähnt)

  • Holzschläge 1996 & Windwurf 1997 (führte zur Lochvergrösserung) Versuch mit zwei vers. grossen Verjüngungslöchern oben 55a, unten 30a (Ziel Verjüngung einleiten, insbesondere Fördern der Lärchenverjüngung)

  • Weiter westlich weiterer Seillinien-Holzschlag zur Verjüngungseinleitung- und Förderung im Jahr 2016 (gem. LeiNa)


Methoden Beobachtung

Einrichtung als Beobachtungsfläche mit den folgenden Zielen/Fragestellungen, Hypothesen und den daraus abgeleiteten Aufnahmemethoden:

 

Fragestellung 1: Wie entwickelt sich die aufgekommene Lärchenverjüngung in den verschiedenen Lochöffnungen?

Hypothese: In den beiden gezielt geschaffenen Öffnungen kann die Lä gut aufwachsen, in den kleineren (z.T. vermutlich durch den Wind geschaffenen) oder durch minimale forstl. Eingriffe ist der Lä-Aufwuchs nicht entwicklungsfähig (instabil)

Beobachtungsperimeter/Methodik: Fotodokumentation inkl. Beschreibung der Lä-Aufwuchs-Kegel (Fotostandort Nr. 1 fortführen und zusätzlichen bei kleiner Lücke (neu?) -> östlich des früheren VKZs?

 

Fragestellung 2: Stellt sich auch ausserhalb der früheren VKZ-Zäune noch entwicklungsfähige Fi-Verjüngung ein? (Achtung im Bereich des Zauns Nr. 2941 gibt es auch Fi-Verj. Ausserhalb des Zauns -> vergl. Fotos MG). Kommen die in den letzten paar Jahren angewachsenen Fi-Verjüngung (nicht unmittelbar nach Holzschlag) auf?
Wie entwickelt sich den Verbiss der Fi (und Lä) in den nä. Jahren?

Hypothese: Die Fi-Verjüngung wird weiterhin stärker verbissen als die Lä-Verjüngung (und erträgt dies verm. weniger gut). Auch im Halbschatten/unter Lä-Schirm entwickelt sich die Fi-Verj. nur kümmerlich.

Beobachtungsperimeter/Methodik: neuer VKZ und Vergleichsfläche erstellen in einem Halbschatten-Bereich (z.B. talseits des Fotostandort Nr. 1), wo aktuell einzelne Fi-Verjüngungsansätze vorhanden sind.

 

Fragestellung 3: Wann (mit welchem Turnus) ist für den Lä-Aufwuchs wieder ein Fördereingriff nötig? (mehr Licht, ohne die Struktur und Stabilität zu gefährden)

Hypothese: In 5 Jahren wird erkennbar sein, dass einzelne Lä an ihre Wachstumsgrenzen stossen und die Lücken talseits minimal erweitert werden sollten.

Beobachtungsperimeter/Methodik: Wirkungsanalyse Wachstum der Lärche (und Fichten) im Rahmen der Zwischenbegehungen (alle 2 Jahre) und der Wirkungsanalyse (in 5 Jahren?)

 

Fragestellung 4: Wie entwickelt sich der Altbestand? (Stabilität) Wie geschwind drängt sich ein weitervorangehen der Verjüngung des Bestandes auf?

Hypothese: Der Altbestand wird im jetzigen Zustand (ohne grössere Winde, Kalamitäten) noch mind. 50 Jahre problemlos standhalten. Zur Reduzierung des Risikos und der Förderung von "Vor-Verjüngung" (bei Lä nur bedingt möglich wegen Lü-Grösse?) sollen im westlich angrenzenden Perimeter ebenfalls einzelne Lücken geschaffen werden (Zeithorizont nä. 5 Jahre, allf. kombinierbar mit Loch-Vergrösserung hier??) plus in ca. 30 Jahre weitere Lücken im Seillinienbereich der BF Chanfuorns (?))

Beobachtungsperimeter/Methodik: Festhalten der Kronenlänge von ausgewählten Stabilitätsträgern? Festhalten von natürlichen Abgängen (Wind, Absterben)

 


Situationsskizzen

skizze.jpg

Fotostandorte

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15.05.2024: Beobachtung / Zwischenbegehung

Beobachtungen

Fazit Zielvorstellung unter Berücksichtigung Klimawandel

Empfehlungen TreeApp: Lä und Fi reduzieren. Traubeneiche wird dominant (im SW evtl. einbringen). Weitere wichtige BA: Bi, WFö, ZPa, Salweide, MBe, Vb, BAh.

Entwicklung des Bestandes und erwartete Störungen (ohne Massnahmen)

Der Fi-Anteil im Altbestand wird in den nächsten Jahrzehnten abnehmen, dies aufgrund von Trockenheit, Borkenkäfer, Nassschnee, Windwurf und weitere Ereignisse.

Abgeschätzte Entwicklung Fi-Anteil: in 10J. immer noch ca. 50-60%, in 50J. ca. 30-40%

Beschreibung wirksamer Massnahmen und weitere Bemerkungen

1. Mischung regulieren--> weitere BA als FI und Lä fördern, besonders: Bi, ZPa, MBe, Vb, BAh ...

2. Jungwaldpflege-->Zurzeit extrem viel Lä vorhanden, langfristig ist die Dominanz der Lä nicht vorteilhaft

3. Einbringen neuer klimafitteren Baumarten: siehe Empfehlungen TreeApp, Samenbäume sind vor allem im SW sehr wichtig!


Fotos

Kommentare

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