GR 3002 Val Sontget
- Gemeinde
- Medel (Lucmagn) (GR)
- Ort
- Val Sontget
- Zentrumskoordinaten
- 2709103 / 1169103
- Höhe
- 1750 m
- Höhenstufe
- Nadelwälder der subalpinen Stufe (ohne Föhren- und Arvenwälder)
- Standorttypen
- 57C Alpenlattich-Fichtenwald mit Wollreitgras NaiS 2A NaiS 2B Tree App
- 57V Alpenlattich-Fichtenwald mit Heidelbeere NaiS 2A NaiS 2B Tree App
- Naturgefahren
-
Lawinen
NaiS 1
Rutschungen, Erosion, Murgänge NaiS 1
Steinschlag NaiS 1
Gerinneprozesse NaiS 1
- Stichworte Massnahmen
- ZwangsnutzungRottenpflege
- Stichworte Fragestellungen
- Stabilitätsträger
- Stichworte Holzernte
- HelikopterHolz liegen lassen
Kontakt
- Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
- marco.vanoni@awn.gr.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 14.08.1996
- Status
- stillgelegt
- Wirkungsanalyse
- 18.11.2020
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Ziel: gut strukturiertes Stangenholz
Kontrollkriterien: stabile Rotten
Massnahmen:
Dickungspflege: Rotten ausformen
Einzelne instabile Bäume fällen: Dürre deponieren, Grüne mit Helikopter abtransportieren
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
-
Bestandesbeschreibung 14.08.1996
Bestandesbeschreibung 05.05.2003
Bestandesbeschreibung 08.10.2012
Bestandesbeschreibung 18.11.2020
Bestandesentwicklung
Chronologie
14.08.1996: Einrichtung
Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen
Ziel: gut strukturiertes Stangenholz
Kontrollkriterien: stabile Rotten
Massnahmen:
Dickungspflege: Rotten ausformen
Einzelne instabile Bäume fällen: Dürre deponieren, Grüne mit Helikopter abtransportieren
Methoden Beobachtung
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Dokumentation
05.05.2003: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
siehe NaiS-Formular 2
Dokumentation
Formulare
08.10.2012: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Wildeinstandsgebiet, durch freie Flächen im Bestand (dies soll erhalten werden) gute Bedingungen für Wild - Verbissbelastung demzufolge auch hoch
Bestand wird jährlich stufiger - heute sind bereits 3 entwicklungsfähige Durchmesserklassen vorhanden. Stufigkeit in Zukunft fördern
Durch Pflege 2010 wurden Kleinkollektive ausgeformt, Säbelwüchsige und Hänger entfernt, dank Schneerechen ist Säbelwuchs nicht mehr sehr häufig. Lücken<40m
Verjüngung wächst in Lücken ein, in einem weiteren Pflegeeingriff sollen die freien Flächen offen gehalten werden - Lückengrösse in Falllinie <40m.
Der Aufwand um Mischung zielgerecht zu gestalten ist unverhältnismässig.
Erkenntnisse
Entwicklung von 1996-2012
Ansamung und Aufwuchs:
1996-2012: Im Tälchen kommt die Alpenerle gut auf. Auf den Freiflächen etabliert sich die Himbeere und das Reitgras. Durch den Wildeinfluss kann sich die Vogel-beere und die Lärche nur schwach entwickeln. Vereinzelt kommen sie aber vor. Hin-gegen die Fichte kann sich gegenüber der Vegetationskonkurrenz sehr gut durchset-zen.
Entwicklung Jungwuchs/Dickung und Stangenholz
1996-2012: Die Entwicklung in diesen drei Stadien verläuft sehr gut. Vereinzelt wach-sen Bäume ins Baumholz I ein. Durch den Pflegeeingriff konnten Kleinkollektive aus-geformt werden, welche eine hohe Stabilität und Stufigkeit aufweisen.
Leitfragen
Fläche wächst gut ein, vor allem mit Fichte, in Tälchen kommt Alpenerla auf, auf Freiflächen Himbeere, Reitgras. Steiler Hang, Dank Schneerechen wurde Schneegleiten verhindert. Rotten und Kleinkollektive ausgeformt. Lücken sollen auch in Zukunft offengehalten werden. Bei nächstem Pflegeeingriff Kleinkollektive weiter ausformen, ev. einzelne Ringeln.
Auf Fläche Wild - ohne Schutz kommen Vb und Lärche schwer auf - einzelne in der Umgebung sind jedoch vorhanden
Entwicklung Kleinkollektive - wie entwickelt sich die Stabilität? Sind die Kollektive zu dicht, ist der Wachstum hier zu hoch, werden die Kollektive ohne Pflege instabil (Kronenlänge, Schlankheitsgrad)? Pflege notwendig?
Kann die Kollektivstabilität durch Ringeln einzelner Bäume verbessert werden?
Wie stark wachsen die heute noch freien Flächen ein?
Weiteres Vorgehen
-
Formulare
18.11.2020: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Durch die Offenen Flächen zwischen den Rotten, bildeten sich optimale Bedingungen für das Wild. Jedoch zu Gunsten der Vogelbeere. Vereinzelt sind aber vorhanden.
Durch gezielten Eingriff Stufigkeit und Stabilität der Rotten gewährleistet.
Seit 2010 wurde kein Eingriff mehr gemacht. Lücken dienen als Freihalteflächen für das Wild.
Kronenlänge 2/3 bis 1/1 - Pflege 2010 positiv. Verankerung gut.
Es fand kein Eingriff statt und die freien Flächen wachsen vereinzelt mit Alpenerle und Fichte ein. Ein völliges Einwachsen der Flächen wird aber kaum jemals erfolgen.
Der Aufwand um Mischung zielgerecht zu gestalten ist unverhältnismässig.
Erkenntnisse
Die Fläche ist stark eingewachsen, nach weiteren 8 Jahren bildeten sich schöne Rottenstrukturen aus Fichten. Die Alpenerle hat sich zurück gezogen und das Reitgras ist auf den offenen Flächen stark verbreitet. Die Fichten haben die Funktion der Schneerechen übernommen und verhindern so das Schneegleiten. Die Lücken zwischen den Rotten und Kleinkollektiven dienen optimal als Freihalteflächen für das Wild. Da der Wilddruck hoch ist, kommen Vbe und Lärche nur vereinzelt auf.
Nach dem letzten Pflegeeingriff von 2009/10 auf 3.5 ha konnten sich die Rotten und Kleinkollektive sehr gut entwickeln und weisen heute eine sehr gute Stabilität auf und können den Schutz gegenüber Naturgefahren gewährleisten. Weitere Pflegemassnahmen könnten in ca. 10 Jahren erfolgen. Kurz bis mittelfristig ist kein Pflegeeingriff notwendig. Die Kollektivstabilität durch Ringeln einzelner Bäume hat sich nicht gross bewährt, wurde auch praktisch nicht angewendet. Die noch offenen Flächen sind vereinzelt mit Fichten und Erlen bestockt. Ein Einwachsen wir wohl kaum jemals erfolgen.
Leitfragen
siehe Protokoll
Weiteres Vorgehen
Aus heutiger Sicht, hat sich die Fläche sehr gut entwickelt (eingewachsen) und bietet eine hohe Stabilität und Schutzfunktion gegenüber Naturgefahren. Da das Idealbild von Rotten- und Kleinkollektivstrukturen erreicht wurde wird die Fläche nicht mehr weiter geführt. Bis die ersten Pflegemassnahmen erfolgen, wird die Fläche weiter beobachtet, aber nicht mehr dokumentiert.
Die Beobachtungen werden abgeschlossen.
Grund: Innerhalb von 24 Jahren (1996-2020) hat sich die Weiserfläche sehr gut entwickelt und aus forstlicher Sicht ist sie auch eingewachsen. Durch die Rotten und Klein-kollektive bietet die Fläche eine gute Schutzfunktion gegenüber Naturgefahren. Bemerkenswert ist, dass mit minimalen Pflegeeingriffen das gewünschte Idealbild von Rottenstrukturen erreicht werden konnte. Die Fläche soll weiterhin bis zum ersten Eingriff beobachtet werden, aber ohne Dokumentation.
Formulare
Dokumentation
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Kommentare
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