GR 6006 Bondo, Bosch Grass
- Gemeinde
- Bregaglia (GR)
- Ort
- Bondo, Bosch Grass
- Zentrumskoordinaten
- 2761800 / 1130900
- Höhe
- 1040 m
- Höhenstufe
- Tannen-Fichtenwälder der hochmontanen Stufe: Haupt- und Nebenareal
- Standorttypen
- 47D Farnreicher Wollreitgras-Tannen-Fichtenwald (Haupt- und Nebenareal) NaiS 2A NaiS 2B Tree App
- Naturgefahren
- Steinschlag NaiS 1
- Stichworte Massnahmen
- Verjüngung mit LöchernInstabile Bäume entfernen
- Stichworte Fragestellungen
- Querliegendes Holz/Liegendes Holz
- Stichworte Holzernte
- Holz liegen lassenVollbaumverfahren
Kontakt
- Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
- marco.vanoni@awn.gr.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 19.05.2009
- Status
- aktiv
- Wirkungsanalyse
- 01.06.2021
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Um die Schutzfunktion (Stammanzahl, Stufigkeit etc.) langfristig und nachhaltig sicher zu stellen wird folgende Fragestellung formuliert:
Wie gross muss die Eingriffsstärke (Lochgrösse) sein, um ausreichend Verjüngung zu gewährleisten?
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
-
- Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting
Wie ist die Entwicklung der Verjüngung im Vergleich zwischen ehemaliger Blösse, freigestellter Fläche und Fläche mit diffusem Licht?
Gibt es einen Unterschied bezüglich dem Wildeinfluss auf den Teilflächen?
Gibt es einen Unterschied der Baumarten auf den Teilflächen und wie ist dies im Hinblick auf den Klimawandel zu werten?
Kann eine Abschätzung gemacht werden, wie sich die "Verzögerung" der Verjüngung auf den unterschiedlichen Teilflächen im Laufe der Zeit entwickelt?
Bestandesbeschreibung 19.05.2009
Bestandesbeschreibung 25.08.2016
Bestandesbeschreibung 01.06.2021
Bestandesbeschreibung 28.04.2023
Bestandesbeschreibung 28.05.2025
Bestandesentwicklung
Chronologie
19.05.2009: Einrichtung
Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen
Um die Schutzfunktion (Stammanzahl, Stufigkeit etc.) langfristig und nachhaltig sicher zu stellen wird folgende Fragestellung formuliert:
Wie gross muss die Eingriffsstärke (Lochgrösse) sein, um ausreichend Verjüngung zu gewährleisten?
Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung
gar keine bzw. minimale Pflege der Bestände (einzig Entnahme von Fichten) während der letzten 100 Jahre führte zu überalterten Ta-Beständen
Methoden Beobachtung
-
Dokumentation
25.08.2016: Beobachtung / Zwischenbegehung
01.06.2021: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Aufgrund der starken Beeinflussung der Fläche durch die Holzschläge, wurde darauf verzichtet das Formular 5 bzw. Formular 2 auszufüllen. Der westliche Teil der Fläche ist nicht mehr NaiS-konform und entspricht einer Freifläche mit starker Vegetationskonkurrenz (insbesondere Himbeere und Wollreitgras). Die schon im 2009 bestehende "Graslichtung" weist einen geringen Deckungsgrad an Himbeeren auf. Die östliche Hälfte der Weiserfläche hat sich hinsichtlich dem Beurteilungszustand 2009 nicht verändert.
Die ursprüngliche Fragestellung kann aufgrund der oben erwähnten Vorkommnisse nicht mehr zielführend beantwortet werden. Entsprechend sind auch keine Ergebnisse, Leitfragen o.ä. vorhanden. Es wurde diskutiert ob es überhaupt Sinn macht die Weiserfläche weiterzuführen.
Erkenntnisse
Es wurde entschieden, die Weiserfläche vorerst mit einer angepassten Fragestellung weiterzuführen. Die Weiserfläche kann in einer der wichtigsten Waldgesellschaften des Bergells, eine repräsentative Entwicklung in Flächen aufzeigen, die freigestellt wurden (Bsp. Schadenereignis) oder nicht behandelt wurden. Weiter ist eine Dokumentation in Hinblick auf den Klimawandel interessant.
Weiteres Vorgehen
Für diese Fragestellungen können keine klassischen Etappenziele gemäss NaiS formuliert werden. Vielmehr sollen durch Verjüngungs- und Wildeinflussaufnahmen auf den 3 Teilflächen die Entwicklungen beschrieben werden. Bei den Zwischenaufnahmen soll dies zukünftig durchgeführt werden.
Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting?
Wie ist die Entwicklung der Verjüngung im Vergleich zwischen ehemaliger Blösse, freigestellter Fläche und Fläche mit diffusem Licht?
Gibt es einen Unterschied bezüglich dem Wildeinfluss auf den Teilflächen?
Gibt es einen Unterschied der Baumarten auf den Teilflächen und wie ist dies im Hinblick auf den Klimawandel zu werten?
Kann eine Abschätzung gemacht werden, wie sich die "Verzögerung" der Verjüngung auf den unterschiedlichen Teilflächen im Laufe der Zeit entwickelt?
28.04.2023: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Verjüngung
Ansamung: Ta/Fi/Bi/Lä/Ho/VoBe (flächig)
Anwuchs: Fi/Bi/Lä/Ho/Wie/VoBe (20% DG)
Aufwuchs: Bi 5 / Fi 5 / Lä/Ei/Wie/Ho/MeBe/VoBe (30-100% DG)
Vegetationskonkurrenz: Mässig (Himbeere & Gras)
Verbiss: Stark, Ta vollständig eleminiert & VoBe stark verbissen
Dokumentation
28.05.2025: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Verjüngung
Ansamung: Ta/Fi/Bi/Lä/Ho/VoBe/MBe/Ei/Li/Es/BAh/Ka (flächig)
Anwuchs: (Ta)/Fi/Bi/Lä/Ho/VoBe/MBe/Ei/Li/Es/BAh/Ka (20% DG)
Aufwuchs: Bi / Fi / Lä/Wei/Ho/MeBe/VoBe/Pap/BAh/Ka (30-100% DG)
Vegetationskonkurrenz: Mässig (Himbeere & Gras zunehmend durchwachsen)
Verbiss
Mässig: alles ausser Ta / VoBe etwas stärker / im Vergleich zu anderen Gebieten im Tal eher erfreulich
Stark: Ta vollständig eleminiert
Windwurf (1 Ta)
Dokumentation
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