GR 5003 Tramblai
- Gemeinde
- Ramosch (GR)
- Ort
- Tramblai
- Zentrumskoordinaten
- 2825100 / 1190200
- Höhe
- 1250 m
- Höhenstufe
- Fichtendominierte Wälder der hochmontanen Stufe
- Naturgefahren
- Lawinen NaiS 1
- Stichworte Massnahmen
- Verjüngung mit Löchern
- Stichworte Fragestellungen
- Hohe Stöcke
- Stichworte Holzernte
- Holz liegen lassen
Kontakt
- Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
- marco.vanoni@awn.gr.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 22.08.2009
- Status
- stillgelegt
- Wirkungsanalyse
- 15.05.2024
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Wie entwickelt sich die Stabilität des Bestandes?
Wie entwickelt sich die Verjüngung in Abhängigkeit der Lückengrösse?
Kann sich die Lärche etabilieren?
Welchen Einfluss hat das Wild auf die Baumartenverjüngung?
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
-
Bestandesbeschreibung 22.08.2009
Bestandesbeschreibung 07.10.2016
Bestandesbeschreibung 12.09.2018
Bestandesbeschreibung 15.05.2024
Bestandesentwicklung
Chronologie
22.08.2009: Einrichtung
Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen
Wie entwickelt sich die Stabilität des Bestandes?
Wie entwickelt sich die Verjüngung in Abhängigkeit der Lückengrösse?
Kann sich die Lärche etabilieren?
Welchen Einfluss hat das Wild auf die Baumartenverjüngung?
Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung
- kahlschlagartige Nutzung für die Salinen von Hall
- früher Beweidung mit Ziegen, Galtvieh
- 1945 Nutzung durch Kreisförster Luzzi mittels Umlenk-Valtellinaseilbahn
- 1993 Starkwindereigniss mit vielen Wipfelbrüchen
- letzte Nutzung 1989
Methoden Beobachtung
-
Dokumentation
12.09.2018: Beobachtung / Zwischenbegehung
15.05.2024: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Die Ziele wurden bei Keimbett, Anwuchs und Aufwuchs leider nicht erreicht.
Die kleinen Öffnungen haben eine üppige Bodenvegetation und deutlich zu wenig Verjüngung. Die Mischung ist beim Aufwuchs nicht zielgerecht (Lä 10 und weitere BA nur vereinzelt). Für mehr Details siehe Formular 5 NaiS 15.05.2024.
Erkenntnisse
Beurteilung im Zusammenhang mit der ursprünglichen Fragestellung
Wie entwickelt sich die Stabilität des Bestandes?
Der Bestand ist stabil aber hat zu wenig Verjüngung (auf der WF/BF).
Wie entwickelt sich die Verjüngung in Abhängigkeit der Lückengrösse?
Die Lücke auf der WF/BF (circa 15x20mq) scheint zu klein zu sein. Das Resultat ist eine spärliche Verjüngung.
Kann sich die Lärche etablieren?
Verjüngung wenig vorhanden (v.a. Lä, wenig Fi und stark verbissen).
Einfluss von Lückengrösse sehr gross > vergl. mit Verjüngungserfolg in Chanfuorns!
Welchen Einfluss hat das Wild auf die Baumartenverjüngung?
Zum Teil wird die Fi entmischt. Wildeinfluss deutlich spürbar.
Leitfragen
1. Bestätigen die Ergebnisse bisherige Erfahrungen und vorhandenes Wissen?
Stimmen die Ergebnisse mit dem vorhandenen Wissen (Lehrmeinung) / euren bisherigen Erfahrungen überein?
Unklar ist u.a. wie viel des Aufwuchses evtl. bereits Vorverjüngung war? (Erfahrung Aufnahmen BA-Arbeit MG bei Chanfuorns -> verm. nicht unerheblicher Teil). Auch in Chanfuorns wurde beobachtet, dass widererwarten nicht wie ursprünglich vermutet die Lärche Mühe hat, sondern die Fichte (Einfluss Wild grösser als all. Licht-Hemmnis?
Was ist gelungen, was würdet ihr gleichmachen?
Entwicklung der Verjüngung insgesamt zu wenig gelungen, Ursprungs-Dokumentation aus heutiger Sicht etwas zu wenig detailliert (z.B. Dokumentation Lückengrössen!), Vergleiche schwierig.
Gilt das auch noch unter dem Einfluss des Klimawandels?
Wildeinfluss auf neue Arten, verm. Laubholz mehr Gewicht… Der Fichtenanteil wird abnehmen.
2. Sollten Anpassungen an der bisherigen waldbaulichen Praxis vorgenommen werden?
Gibt es auch unerwartete / überraschende Ergebnisse?
Lä hat weniger Mühe als Fi (auch auf WF/BF Chanfuorns so beobachtet)
Was ist nicht gelungen? Was würdet ihr anders machen als bisher – und weshalb?
Dokumentation der Situation vor Eingriff (z.B. 2007 und nachher > nicht "nur" retroperspektivisch; Einrichtung erfolgt erst 2009.)Sind Anpassungen auf Grund des Klimawandels erforderlich?
Nein, Beobachtungen werden in Chanfuorns weiterverfolgt und nicht in Tramblai.
3. Sollten die verbindlichen Vorgaben (u.a. NaiS) geprüft oder angepasst werden?
Können die übergeordneten Vorgaben (z.B. NaiS-Anforderungsprofile) eingehalten werden, oder geben sie Anlass zu grundsätzlichen Diskussionen?
Die Fläche befindet sich nicht mehr im SW. Grössere Öffnungen sind möglich und können die Verjüngungssituation zum Teil verbessern (siehe Chanfuorns: mehr Licht und Wildeinfluss auf grössere Flächen verteilt).
Stösst man hinsichtlich der Zielsetzung an die Grenzen des Machbaren?
Schwierigkeit von Beurteilung der Wirkung (langfristig) des Wildeinflusses > ohne Zaun nicht möglich, bei der Einrichtung wurde gegen einen Zaun entschieden.
Weiteres Vorgehen
Die Beobachtungen werden abgeschlossen.
Grund: ursprünglich formulierte Fragestellung ist grösstenteils beantwortet
Nicht weit davon entfernt WF Chanfuorns mit sehr ähnlicher Fragestellung und Ausgangslage wird weitergeführt, resp. umgewandelt in Beobachtungsfläche (da nicht mehr Teil des SW).
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Kommentare
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