Weiserfläche

GR 5110 Carolina

  • Höhenstufen
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Gemeinde
Zernez (GR)
Ort
Carolina
Zentrumskoordinaten
2800691 / 1171638
Höhe
1800 m
Höhenstufe
Nadelwälder der subalpinen Stufe (ohne Föhren- und Arvenwälder)
Standorttypen
57V Alpenlattich-Fichtenwald mit Heidelbeere NaiS 2A NaiS 2B Tree App
Kontakt
Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
marco.vanoni@awn.gr.ch
Zusammenfassung
Einrichtungsdatum
28.07.2022
Status
aktiv
Wirkungsanalyse
Nein
Massnahmen
01.11.2024: HolzschlagPflanzungen
Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Gründe:
  • Schutzwald, aber auch wirtschaftlich von grossem Interesse da wüchsig und gute Holzqualität

  • Vergleich verschiedene Massnahmen, Präsenz Vbe

Fragestellungen:
  • Welche Eingriffsstärke eignet sich am besten, um den Bestand nachhaltig zu verjüngen?

  • Kann sich die Vogelbeere ohne Wildeinfluss gut etablieren?

  • Wie gross ist der Wildeinfluss auf den Verjüngungszeitraum? Und auf die Baumartenpalette?

  • Was ist in dieser eigentlich sehr unkomplizierten Waldgesellschaft und dem wüchsigen Bestand möglich an Optimierung des waldbaulichen Eingriffs?

2 Varianten in 2 Teilbereichen der Fläche:

  • Im nordöstlichen Teil , wo durch frühere Seillinien sehr feine Öffnungen und enge Seillinien blieben: VKZ mit und ohne Pflanzung (siehe unten)

  • Im südwestlichenBereich der Fläche: neuer Holzschlag mit grösseren Öffnungen planen plus VKZ

  • Zudem südwestlich der Beobachtungsfläche ein Fotopunkt in einem Bereich des Bestandes, der zwischen den früheren Seillinien liegt und in näherer Zukunft keine Massnahmen vorgesehen sind (sozusagen als 0-Vergleich)

Methoden Beobachtung bei Einrichtung

Beobachtet und erfasst wird:

  • Deckungsgrad in der BF mit Drohnenflug und Vollkluppierung (über gesamte Fläche, keine Unterteilung in dichter u. lückiger vorhanden)

  • Verjüngungskarte: Was ist Vorverjüngung, was kommt neu dazu? Plus Lückengrössen basierend auf Kartierung bei Einrichtung periodisch dokumentieren.

  • Kronenlänge, BHD-Klassen u. Stufigkeit als Erfolgsindikatoren des HS mit Nais-Formular dokumentieren

  • Im mittleren Bereich der Fläche (zw. prov. Fotostandorten Nr. 8 und 5): VKZ (3x3m) erstellen um darin versuchsweise unter Schirm Weisstannen aus S-chalun anzupflanzen, zweiten VKZ (3x3m) oder allenfalls einer 6x3m, ebenfalls unter Schirm ohne Pflanzung um das Potenzial bei komplettem Wildausschluss zu beobachten.

  • Im südwestlichen Bereich (mit neue geplanten Holzschlag) im Speziellen, aber auch auf der gesamten Fläche: Entwicklung der Verjüngungsansätze dokumentieren (Lage, Qualität, Artenzusammensetzung plus Sonnenstunden mit Kompass messen), zusätzlich ebenfalls ein VKZ planen im nach dem Holzschlag offeneren Bereich

Chronologie

28.07.2022: Einrichtung

Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen

Gründe:
  • Schutzwald, aber auch wirtschaftlich von grossem Interesse da wüchsig und gute Holzqualität

  • Vergleich verschiedene Massnahmen, Präsenz Vbe

Fragestellungen:
  • Welche Eingriffsstärke eignet sich am besten, um den Bestand nachhaltig zu verjüngen?

  • Kann sich die Vogelbeere ohne Wildeinfluss gut etablieren?

  • Wie gross ist der Wildeinfluss auf den Verjüngungszeitraum? Und auf die Baumartenpalette?

  • Was ist in dieser eigentlich sehr unkomplizierten Waldgesellschaft und dem wüchsigen Bestand möglich an Optimierung des waldbaulichen Eingriffs?

2 Varianten in 2 Teilbereichen der Fläche:

  • Im nordöstlichen Teil , wo durch frühere Seillinien sehr feine Öffnungen und enge Seillinien blieben: VKZ mit und ohne Pflanzung (siehe unten)

  • Im südwestlichenBereich der Fläche: neuer Holzschlag mit grösseren Öffnungen planen plus VKZ

  • Zudem südwestlich der Beobachtungsfläche ein Fotopunkt in einem Bereich des Bestandes, der zwischen den früheren Seillinien liegt und in näherer Zukunft keine Massnahmen vorgesehen sind (sozusagen als 0-Vergleich)


Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung

  • Zwischen 1984 und 2003 regelmässige Durchforstungen,
    Seillinien im Perimeter ca. 1984- 1987

  • 1990 bis 1998 Schäden durch Windwurf oder Schneebruch. Die Eingriffe, resp. Schäden sind Stand 2022 kaum mehr erkennbar.

  • Im lückigeren Teil gibt es einen älteren und einen neueren Holzschlag, im geschlossenen Teil wurde seit langem nicht mehr eingegriffen. Einzelne Stöcke zeigen, wo früher eingegriffen wurde.

  • Generell wurde mit sehr kleinen Öffnungen und engen Seillinien eingegriffen

 


Methoden Beobachtung

Beobachtet und erfasst wird:

  • Deckungsgrad in der BF mit Drohnenflug und Vollkluppierung (über gesamte Fläche, keine Unterteilung in dichter u. lückiger vorhanden)

  • Verjüngungskarte: Was ist Vorverjüngung, was kommt neu dazu? Plus Lückengrössen basierend auf Kartierung bei Einrichtung periodisch dokumentieren.

  • Kronenlänge, BHD-Klassen u. Stufigkeit als Erfolgsindikatoren des HS mit Nais-Formular dokumentieren

  • Im mittleren Bereich der Fläche (zw. prov. Fotostandorten Nr. 8 und 5): VKZ (3x3m) erstellen um darin versuchsweise unter Schirm Weisstannen aus S-chalun anzupflanzen, zweiten VKZ (3x3m) oder allenfalls einer 6x3m, ebenfalls unter Schirm ohne Pflanzung um das Potenzial bei komplettem Wildausschluss zu beobachten.

  • Im südwestlichen Bereich (mit neue geplanten Holzschlag) im Speziellen, aber auch auf der gesamten Fläche: Entwicklung der Verjüngungsansätze dokumentieren (Lage, Qualität, Artenzusammensetzung plus Sonnenstunden mit Kompass messen), zusätzlich ebenfalls ein VKZ planen im nach dem Holzschlag offeneren Bereich


01.11.2024: Massnahme: Holzschlag, Pflanzungen
Massnahmentypen
Holzschlag Pflanzungen

Zielsetzung Massnahme

  • Ansamung von Lärchen fördern

  • Tannen-Potential untersuchen

  • Verjüngungseinleitung

Hypothese:

Die Erwartung ist, dass das zusätzliche Licht vor allem im südwestlichen Teil eine starke Verjüngung ermöglicht. Der Wildverbiss wird weiterhin eine Rolle spielen, die Fichte sollte sich aber aufgrund ihrer mangelnden Beliebtheit beim Wild etablieren können, wenn auch etwas langsamer als ohne Wildeinfluss. Spannend wird der Vergleich zwischen der natürlichen Verjüngung inner- und ausserhalb des Zaunes sein.
Zudem wird sich zeigen, ob die bereits vorhandene Verjüngung im nordöstlichen Teil im Verlaufe der nä. Jahren aus dem Äser wachsen kann.


Beobachtungen

  • Grössere Öffnungen (ca. 1 Baumlänge) und Rückegassen. Die Grösse der Öffnungen erlaubt es, viel Licht in den Bestand zu bringen. Durch den Eingriff wurde an einigen Stellen Mineralerde freigelegt, was sich positiv auf der Ansamung der Lärche auswirken könnte.

  • Es handelt sich um einen starken Eingriff, ca. 30% des Vorrats wurde entnommen (157m3). Dies ist die Folge der früheren Erfahrungen mit feinen Seillinien, die nicht genügend Licht in den Bestand bringen konnten, um die Verjüngung einzuleiten.

  • Ein Grosszaun mit 200 gepflanzten Weisstannen aus S-chalun wurde gebaut. Das Ziel ist, das Potential der Tanne an diesem Standort zu untersuchen.

  • Der schwach behandelte Bestand im nordöstlichen Teil befindet sich in einem vergleichbaren Zustand wie vor dem Eingriff. Allerdings wurde, wo von den früheren Eingriffen respektive Zwangsnutzungen Verjüngungslücken vorhanden waren und unter Lichtmangel litten, einzelne Bäume entfernt um diese Verjüngungsansätze  zu fördern.


Fotos

Kommentare

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