GR 6001 Recint
- Gemeinde
- Mesocco (GR)
- Ort
- Recint
- Zentrumskoordinaten
- 2738572 / 1140464
- Höhe
- 1045 m
- Höhenstufe
- Laubwälder der collinen Stufe
- Standorttypen
- 25A-34mA Eichen-Kastanienwald mit Linde und Kirsche auf saurer Unterlage NaiS 2A NaiS 2B Tree App
- Stichworte Massnahmen
- Räumung AltbestandVerjüngung mit Löchern
- Stichworte Fragestellungen
- VerjüngungWild/Wildschutz
- Stichworte Holzernte
- Vollmechanisiert Seilkran
Kontakt
- Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
- marco.vanoni@awn.gr.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 06.06.2018
- Status
- aktiv
- Wirkungsanalyse
- 10.06.2008
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Zielsetzung Weiserflächen allgemein
Die Ziele der Weiserfläche sind:
• Handlungsspielraum aufzeigen, erhalten und wo nötig verbessern
• allfällig nötige Massnahmen planen, um die Schutzwirkung nachhaltig sicherzustellen
• effektiver und effizienter waldbaulicher Eingriff
• nachhaltig gesicherte Verjüngung / Verjüngungseinleitung
Hauptziel Weiserfläche Recint
Das Hauptziel auf der Weiserfläche Recint ist es, herauszufinden, wie die Bestan-desumwandlung zu erfolgen hat, damit eine möglichst rasche und erfolgreiche Ver-jüngungseinleitung stattfindet.
Fragestellungen
Wie haben sich die Waldränder nach dem Eingriff im Jahre 2001 entwickelt? Sind Folgeschäden bzw. Zwangsnutzungen (Borkenkäfer, Windwurf, Schneedruck etc.) angefallen?
Was für Baumarten verjüngen sich innerhalb bzw. ausserhalb des Wildschutzzauns? Wie lange soll der Wildschutzzaun bestehen, damit die Verjüngung nachhaltig gesi-chert wird?
Kann sich die Linde natürlich verjüngen? Verjüngt sie sich nur innerhalb oder auch ausserhalb des Zauns?
Entsteht in der Öffnung allenfalls Erosion?
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
Anlässlich der Einrichtung sowie Dokumentation der Weiserfläche wurden Bestandeserhebungen durchgeführt. Dabei wurde zwischen drei Flächen unterschieden:
Bestandeserhebung im Wildschutzzaun
Bestandeserhebung neben dem Wildschutzzaun (Stichprobe 1)
Bestandeserhebung oberhalb des Wildschutzzauns (Stichprobe 2)
In einem nächsten Schritt wird Ende Juni eine Pflege des Bestands im Wildschutzzaun vor-genommen. Der Eingriff wird in der Fotodokumentation festgehalten, damit die Entwicklung des zurückbleibenden Bestands beobachtet werden kann. Beim Eingriff soll gezielt die Baumart Linde, Bergahorn und Edelkastanie gefördert werden. Die bereits sehr starken As-pen und Birken sollen entfernt werden. Weitere Baumarten wie die Vogelbeere, Goldregen etc. sollen stehen gelassen werden.
Nach fünf Jahren (Jahr 2023) soll die gesamte Weiserfläche und deren Zustand kontrolliert und beurteilt werden (Etappenziele).
Die Erhebungen haben gezeigt, dass massiver Aufwand (Wildschutzmassnahmen) betrieben werden muss, um die gewünschte Verjüngung (Linde) auf der Fläche zu erhalten. Es wird wichtig sein, Lösungen für dieses Problem zu finden. Solange die Wildbelastung im entsprechenden Gebiet nicht sinkt wird die natürliche Verjüngung der Linde nicht möglich sein.
Bestandesbeschreibung 01.05.2001
Bestandesbeschreibung 10.06.2008
Bestandesbeschreibung 06.06.2018
Bestandesbeschreibung 08.11.2024
Bestandesentwicklung
Chronologie
01.05.2001: Einrichtung
Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen
-
Methoden Beobachtung
-
10.06.2008: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Allgemeines:
Die allmähliche Bestandesumwandlung des Fichtenreinbestands mittels Auflichtung und heranziehen von Verjüngung/Dickung ist nicht möglich. Dies aus dem Grund, weil die individuelle Stabilität der Einzelbäume (Fichte) zu gering ist. Deshalb muss der Bestand etap-penweise mittels eines Räumungshiebs verjüngt werden (20-30m Öffnungen).
Die punktuelle Pflanzung von Linde, Kastanie und Eiche ist notwendig und soll die Naturverjüngung ergänzen. Gemäss R. Schwitter war die Wildbelastung im Jahr 2008 am oberen Schwellenwert angekommen.
In Anbetracht des Klimawandels und der zu erwartenden Zunahme von Extremereignissen (Steinschlag und Waldbrand) wäre ein Lindenwald mit einigen Tannen und Lärchen wünschenswert.
Mischung:
Aspe und Birke sind sehr stark vorhanden. Diese Baumarten sind Pionierbaumarten und besser als die Fichte an den Standort ange-passt. Auf langfristiger Sicht wäre jedoch die Linde im Steinschlagschutzwald wünschenswert.
Gefüge horizontal:
Sieben Jahre nach der Öffnung sind noch keine Probleme bzgl. der Naturgefahr Steinschlag aufgetreten.
Erkenntnisse
-
Weiteres Vorgehen
-
06.06.2018: Einrichtung
Gründe für Weiserfläche und Fragestellungen
Zielsetzung Weiserflächen allgemein
Die Ziele der Weiserfläche sind:
• Handlungsspielraum aufzeigen, erhalten und wo nötig verbessern
• allfällig nötige Massnahmen planen, um die Schutzwirkung nachhaltig sicherzustellen
• effektiver und effizienter waldbaulicher Eingriff
• nachhaltig gesicherte Verjüngung / Verjüngungseinleitung
Hauptziel Weiserfläche Recint
Das Hauptziel auf der Weiserfläche Recint ist es, herauszufinden, wie die Bestan-desumwandlung zu erfolgen hat, damit eine möglichst rasche und erfolgreiche Ver-jüngungseinleitung stattfindet.
Fragestellungen
Wie haben sich die Waldränder nach dem Eingriff im Jahre 2001 entwickelt? Sind Folgeschäden bzw. Zwangsnutzungen (Borkenkäfer, Windwurf, Schneedruck etc.) angefallen?
Was für Baumarten verjüngen sich innerhalb bzw. ausserhalb des Wildschutzzauns? Wie lange soll der Wildschutzzaun bestehen, damit die Verjüngung nachhaltig gesi-chert wird?
Kann sich die Linde natürlich verjüngen? Verjüngt sie sich nur innerhalb oder auch ausserhalb des Zauns?
Entsteht in der Öffnung allenfalls Erosion?
Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung
Ende der 1940er Jahre wurden viele Bestände oberhalb der Dörfer Darba und Andergia auf-geforstet. Damals setzte man ausschliesslich auf die Fichte, da sie zu dieser Zeit ökonomisch betrachtet eine sehr wertvolle Baumart bildete. Mit den heutigen Erkenntnissen kann man sagen, dass die Fichte im Wald Recint nicht standortsgerecht ist und im Hinblick auf den Klimawandel als ungeeignet eingestuft werden kann. Weiterhin ist darauf zu schliessen, dass sie zur Sicherstellung der Schutzfunktion gegenüber Steinschlag im Vergleich zu anderen Baumarten (Linde, Tanne) nicht sehr resistent ist.
Im natürlich gewachsenen Altbestand, welcher sich in unmittelbarer Nähe befindet herrscht vor allem die Linde vor. Im Altbestand fehlt die Verjüngung im diffusen Licht oftmals gänzlich. Deshalb wurde im Jahr 2001 eine Weiserfläche eingerichtet und im Anschluss ein Holz-schlag durchgeführt. Die Hauptziele des Holzschlags waren, die natürliche Verjüngung ein-zuleiten und die unerwünschte Fichte zu entfernen. Durch die sehr hohe Wildbelastung im Gebiet gestaltet sich die Einleitung der Verjüngung allgemein schwierig. Daher wurde eine Öffnung von ca. 20-30 Meter geschlagen. Nach dem Holzschlag wurde im unteren Bereich der Weiserfläche ein Wildschutzzaun erstellt. Die Idee bestand darin, allfällige Unterschiede zwischen der gezäunten und ungezäunten Fläche aufzuzeigen und somit einen potentiellen Wildeinfluss aufzuzeigen.
Im Jahre 2008 erfolgte eine erste "vereinfachte" Wirkungsanalyse. Diese wurde anlässlich einer Begehung durchgeführt. Die Haupterkenntnisse dieser Begehung waren:
Die Waldränder haben gehalten.
Die Linde kann sich ohne Wildschutzmassnahmen nicht verjüngen.
Aus diesen Erkenntnissen konnte man schliessen, dass die restlichen Bestände (Fichtenaufforstungen) ebenfalls gleich verjüngt werden können und die Linde gepflanzt resp. geschützt werden muss.
Chronologie
2001:
Herleitung Handlungsbedarf bzw. Erstbeurteilung für die Weiserfläche Recint
Ausführung Holzschlag
13.03.2008: Begehung und Beurteilung des Waldstücks Recint sieben Jahre nach der Ausführung des Holzschlags.
04.06.2018- 07.06.2018: Begehung, Einrichtung sowie Dokumentation (NaiS Formulare) der Weiserfläche gemäss NaiS.
27.06.2018- 28.06.2018: Durchführung Pflegeeingriff innerhalb Wildschutzzaun.
Methoden Beobachtung
Anlässlich der Einrichtung sowie Dokumentation der Weiserfläche wurden Bestandeserhebungen durchgeführt. Dabei wurde zwischen drei Flächen unterschieden:
Bestandeserhebung im Wildschutzzaun
Bestandeserhebung neben dem Wildschutzzaun (Stichprobe 1)
Bestandeserhebung oberhalb des Wildschutzzauns (Stichprobe 2)
In einem nächsten Schritt wird Ende Juni eine Pflege des Bestands im Wildschutzzaun vor-genommen. Der Eingriff wird in der Fotodokumentation festgehalten, damit die Entwicklung des zurückbleibenden Bestands beobachtet werden kann. Beim Eingriff soll gezielt die Baumart Linde, Bergahorn und Edelkastanie gefördert werden. Die bereits sehr starken As-pen und Birken sollen entfernt werden. Weitere Baumarten wie die Vogelbeere, Goldregen etc. sollen stehen gelassen werden.
Nach fünf Jahren (Jahr 2023) soll die gesamte Weiserfläche und deren Zustand kontrolliert und beurteilt werden (Etappenziele).
Die Erhebungen haben gezeigt, dass massiver Aufwand (Wildschutzmassnahmen) betrieben werden muss, um die gewünschte Verjüngung (Linde) auf der Fläche zu erhalten. Es wird wichtig sein, Lösungen für dieses Problem zu finden. Solange die Wildbelastung im entsprechenden Gebiet nicht sinkt wird die natürliche Verjüngung der Linde nicht möglich sein.
Formulare
Dokumentation
08.11.2024: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Verjüngung
Ansamung: Ei, WLi, KA, Fi (<5% DG)
Anwuchs: Ei, Fi, Lä, WLi (5% DG)
Aufwuchs: KA, Fi, TA, Bi, Li (5-10% DG)
Vegetationskonkurrenz: Mässig
Verbiss:
Mässig bei KA, WLi, Ei, Fi, Lä
Stark bei TA & VB
Massnahmen: Zaun
WSZ an mehreren Orten kaputt
Dokumentation
Erkenntnisse
siehe Protokoll
Fotos
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Kommentare
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