Placette témoin

GR 5001 Spadlas

  • Étages de végétation
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Commune
Zernez (GR)
Lieu
Spadlas
Coordonnées du centre
2801650 / 1180250
Altitude
1500 m
Étage altitudinal
Forêts de l'étage haut-montagnard dominées par l'épicéa
Types de station
55 Pessière à Véronique NaiS 2A NaiS 2B Tree App
54 Pessière à Mélique NaiS 2A NaiS 2B Tree App
Dangers naturels
Chutes de pierres NaiS 1
Mots-clés mesures
Suppression des arbres instablesRajeunsissement en fentes
Mots-clés questions
arbres couchésSouches hautes
Mots-clés récolte bois
Procédé par arbre entierHélicoptère
Contact
Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
marco.vanoni@awn.gr.ch
Résumé
Date d'installation
03.06.2005
Statut
actif
Analyse des effets
22.06.2017
Raisons du choix de la placette et questions posées à la configuration
  • Wie kann der Anwuchs eingeleitet bzw der Aufwuchs gefördert werden, ohne dass die Schutzwirkung stark abnimmt?

  • Wie kann die erforderliche Stammzahl nachhaltig sichergestellt werden?

Méthodes d'observation à la configuration

Vollkluppierung, Fotodokumentation, Verjüngungsaufnahme

Modification des questions posées et du protocole d'observation
Zu den Fragestellungen von 2006
  • Aufwuchs: die Förderung von vorhandenem An- Aufwuchs funktioniert mit schwächeren oder stärkeren Eingriffen.

  • Wenn die jungen Bäume Lichthabitus zeigen, ist der Höhenzuwachs nicht mehr so entscheidend, so dass die Eingriffsstärke nicht zwingend hoch sein muss.

  • Anwuchs: Es wurde aufgrund der Beobachtungen keine klare Antwort gefunden. Aber der Anwuchserfolg ist in diesem Fall offensichtlich nicht so abhängig von der waldbaulichen Eingriffsstärke. das Licht-/Wärmeangebot scheint bereits bei schwachen Eingriffen genügend.

  • Das Neue Anforderungsprofil Steinschlag sorgt für Unsicherheit. Bei näherer Betrachtung sind die Stammzahlen von Spadlas 1 interessant. --> Diskussion mit BAFU.

Chronologie

03.06.2005: Mise en place

Raisons du choix de la placette et questions posées

  • Wie kann der Anwuchs eingeleitet bzw der Aufwuchs gefördert werden, ohne dass die Schutzwirkung stark abnimmt?

  • Wie kann die erforderliche Stammzahl nachhaltig sichergestellt werden?


Histoire du peuplement/gestion antérieure

2005: Holzschlag in der Fläche „Spadlas“ 2 Ca. 400m3 = ca. 40% des Vorrates

Sommer 2006: Vorbereitung des NaiS-Kurses

24.08.06: Kurs NaiS mit Teilnehmern aus der Waldregion Südbünden

20.09.06: Einrichtung der Weiserfläche „Spadlas“ in Susch

  • In Zusammenarbeit mit: Kursteilnehmer NaiS-Kurs vom 24.08.2006, Studenten des BZWM, Übung vom 21.09.06, Monika Frehner, Kurs- und Übungsleitung, Beat Lüscher / Christian Helbig, GIS

  • Übung mit den Studenten des BZWM, Inventar der Verjüngungsansätze, Vollkluppierung der Fläche, Anzeichnung des nächsten Eingriffes

26.09.06: Aufnahme der Fotos vor dem Eingriff

Herbst 2006: Ausführung des angezeichneten Eingriffes

Bis 2016: Keine weiteren Aktivitäten?, Keine weitere Dokumentation

1.10.2016: Wiederholung der Fotos von 2006

  • Die Standorte konnten wieder gefunden werden. Die Kast.-Pfähle sind immer noch io, teilweise mit Hilfe der Fotos. Nur der Pfahl bei Standort 3 ist verschwunden (wurde nun ersetzt).

  • Die Grenzmarkierung der Fläche ist unklar (Wiederholung der Inventur?).


Méthodes d'observation

Vollkluppierung, Fotodokumentation, Verjüngungsaufnahme


Inventaire pied par pied

02.10.2016: Observation/visite intermédiaire

Observations

Fotodokumentation


22.06.2017: Analyse des effets

Observations

Fläche Spadlas 1

1) Die BHD-Klasse 0-12 cm entspricht dem Aufwuchs, d.h. wenn wir genügend entwicklungsfähige Verjüngungsansätze haben, haben wir auch für die vertikale Struktur in dieser BHD-Klasse genügend. Gefordert werden 30, und 2006 wurden 50 Verjüngungsansätze gezählt.

2) Die Übereinstimmung der vorhandenen Stammzahl mit den Anforderungen aus dem alten Steinschlagprofil ist erstaunlich gut. Eine Differenz entsteht jedoch mit den Zahlen aus dem neuen Anforderungsprofil Steinschlag- vor allem bei den kleinen Bäumen. Bei den grösseren BHD-Klassen sind die Abweichungen geringer. Vergl. dazu untenstehenden Anhang 2 "Anforderungen Steinschlag". Die Differenzen müssen mit den Autoren nochmals diskutiert werden. Es besteht die Gefahr, dass aus dem Willen, in der Verjüngung höhere Stammzahlen zu erreichen, zu starke Eingriffe gemacht werden und dass dabei die vielfältige Struktur verloren geht und die Schutzwirkung übermässig reduziert wird. Das Beispiel zeigt, dass Ergebnisse einer lokalen Wirkungsanalyse für die Formulierung der Anforderungsprofile bzw. für die Zielanalyse relevant sein können.

3) Die 2006 gefundenen Sämlinge sind nicht in den Aufwuchs eingewachsen. Trockenheit kommt aus Sicht der lokalen Kollegen für die Periode 2006 - 2017 kaum in Frage. Unbestritten ist ein hoher Wildeinfluss (Verbissspuren), aber es ist unklar, ob das wirklich der Hauptgrund für den fehlenden Anwuchs ist. Es gibt jedoch auch neue Ansamung. (z.B. Foto 1a, 1c)

4) Definition Verjüngungsansatz: kann Einzelbaum oder auch ein Grüppchen aus mehreren Bäumchen sein, so "gerechnet", dass ca. in einem 5m – Raster gezählt werden kann. Eine grössere Verjüngungsrotte kann sich aus mehreren Verjüngungsansätze zusammensetzen.

Fläche Spadlas 2

Die Öffnungen sind gemäss altem Anforderungsprofil zu lang - es fehlt (vor allem auch gemäss neuem Profil) liegendes Holz.

• Der 2006 bereits vorhandene An- / Aufwuchs hat sehr gut reagiert. Die Gipfeltriebe sind länger als auf der Fläche Spadlas 1.

• Auf den Fotos ist nicht immer erkennbar, ob der aktuell vorhandene Anwuchs bereits vor dem Schlag vorhanden war oder sich erst danach entwickelt hat - bei vielen Bäumchen kann das Alter jedoch noch nachgezählt werden. Es ist aber trotz mehr Licht ebenfalls sehr wenig neuer Anwuchs entstanden.

• Am stark besonnten südlich exponierten Einhang (z.B. Foto 1a) gibt es kaum zusätzliche Verjüngung. Das wird im Gebiet auf dieser Höhenstufe häufig beobachtet. Auch in stark vergrasten Partien (z.B. Fotos 1d und 2d) gibt es kaum zusätzliche Verjüngung.

• Neue Ansamung und Anwuchs ist z.B. am nördlich exponierten Randbereich (bis ca. 10m in die Fläche hinein) der nördlichen Öffnung zu finden. Dort sind die Bedingungen gerade sehr gut: Kombination aus Morgensonnen und eher frische Mulde. Auch auf Moderholz sind einige Fi zu finden.

• Es ist nicht klar, wie dicht das Reitgras vor dem Eingriff war. Die vorhandenen Stöcke lassen darauf schliessen, dass der Bestand relativ dicht war, und trotzdem gab es relativ viel Anwuchs.


Constatations

Fläche Spadlas 1

Die Erwartungen aus den Etappenzielen von 2006 fürs Jahr 2016 wurden mehr oder weniger erfüllt, ausser beim Anwuchs (und allenfalls betr. der Stabilität von Lä im Aufwuchs). Die positive Wirkung dieses Eingriffes zeigt sich vor allem in der Reaktion des vorhandenen Aufwuchses (Lichthabitus). Mit diesem Eingriff wurde die Schutzwirkung nur wenig reduziert. Trotz des Eingriffs sind aus der Ansamung (Keimbett ist ok) kaum Pflanzen in den Anwuchs weitergewachsen.

Das Fazit für die letzte 10-Jahresperiode ist grundsätzlich positiv. Es stellen sich aber neue Fragen:

• Im Vordergrund steht die Frage nach dem fehlenden Anwuchs. Die vorhandenen Verjüngungsansätze sind die "Erbschaft" aus früheren Eingriffen - während durch den Eingriff von 2006 (noch?) kein neuer An- / Aufwuchs dazu gekommen ist. Leben wir vom Kapital (Aufwuchs) der vorherigen Generation? könnten evtl. stärkere Eingriffe helfen? Siehe dazu Fläche Spadlas 2. Oder braucht es einfach mehr Zeit?

• Woher stammen die heute vorhandenen Verjüngungsansätze - was hatte früher besser funktioniert? Wenn die Trockenheit dafür verantwortlich wäre, müsste man dies räumlich noch besser sehen können. Es ist aus den letzten 10 Jahren auch keine aussergewöhnliche Trockenperiode bekannt. Um herauszufinden, ob die Keimlinge ohne Wildeinfluss in den Anwuchs durchwachsen können (das ist unsere Vermutung), wäre der Wildausschluss mit 2 -3 "Mini Wild-Zäunen" (wenige m2) eine gute Variante.

• Ist die aktuelle Situation bzw. diese Art von Eingriffen ausreichend, um langfristig eine genügende Waldstruktur zu erhalten (Einmal unabhängig davon, ob man jetzt vom alten oder neuen Anforderungsprofil Steinschlag ausgeht)? Ist das positive "Bauchgefühl" (einzelner Teilnehmer) zur Bestandesstruktur berechtigt. In welchem Zeitraum mit welcher Wiederkehrdauer und welcher Eingriffsstärke kann die Struktur noch verbessert werden? Es gibt Befürchtungen, dass die Lebenserwartung des Bestandes (Alter, Rotfäule) nicht ausreicht und dass die Verjüngung beschleunigt werden müsse (Generationenwechsel). Der Bestand wächst jedoch teilweise auf Blockschutt. Dieser Umstand fördert die natürliche Bestandesdifferenzierung, d.h. dass das Risiko flächiger Zusammenbrüche geringer ist. Kleinere natürliche Lücken sind in diesem Sinne auch nicht problematisch (evtl. Käfergefahr).

• Können wir einen Schutzwald wie diesen in einem guten Zustand behalten, wenn wir langfristig nur einen kleinen Teil des Zuwachses nutzen? Die bisherigen Erfahrungen sind positiv: 1. Hat das liegende Holz zu keinen problematischen Folgeschäden geführt (obwohl dies kritisiert wurde) und 2. Sind in den letzten Jahren verschiedene Bäume einzeln oder nur kleinflächig abgestorben, was sogar als zielführend beurteilt werden kann.


Prochaines étapes

Vorschlag zur weiteren Beobachtung:

• Kleine Gruppen von Keimlingen / Sämlingen einzäunen. Zum Vergleich auch Stellen, wo Verjüngung erwartet, aber (noch ?) nicht vorhanden ist. (Mini-Zäune von 1-3 m2)

• Auswirkungen extremer Witterung beobachten - insbesondere Trockenphasen - Samenjahre registrieren.

• Zur Beobachtung der natürlichen Dynamik, bzw. zur Stabilität könnten auf der Weisefläche durch häufigere Begehungen (v.a. nach Ereignissen) die umgestürzten/abgestorbenen Bäume erfasst werden.


Modification des questions posées et du protocole d'observation?

Zu den Fragestellungen von 2006
  • Aufwuchs: die Förderung von vorhandenem An- Aufwuchs funktioniert mit schwächeren oder stärkeren Eingriffen.

  • Wenn die jungen Bäume Lichthabitus zeigen, ist der Höhenzuwachs nicht mehr so entscheidend, so dass die Eingriffsstärke nicht zwingend hoch sein muss.

  • Anwuchs: Es wurde aufgrund der Beobachtungen keine klare Antwort gefunden. Aber der Anwuchserfolg ist in diesem Fall offensichtlich nicht so abhängig von der waldbaulichen Eingriffsstärke. das Licht-/Wärmeangebot scheint bereits bei schwachen Eingriffen genügend.

  • Das Neue Anforderungsprofil Steinschlag sorgt für Unsicherheit. Bei näherer Betrachtung sind die Stammzahlen von Spadlas 1 interessant. --> Diskussion mit BAFU.


20.08.2020: Observation/visite intermédiaire

Observations

  • Verbiss: Stark bei VoBe und Geissblatt

  • Vegetationskonkurrenz: Mässig

  • Windwurf


15.05.2023: Observation/visite intermédiaire

Observations

Fotodokumentation: Zaun & Drohnenbilder


Photos aériennes

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28.10.2024: Observation/visite intermédiaire

Observations

  • Fotodokumentation

  • Vegetationskonrkurrenz: Mässig

  • Verbiss: Stark bei Fi & VoBe

  • Windwurf & Steinschlag


Esquisse de situation

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Photos

Commentaires

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