GR 3008 Val Miez
- Commune
- Disentis/Mustér (GR)
- Lieu
- Val Miez
- Coordonnées du centre
- 2707271 / 1174097
- Altitude
- 1500 m
- Étage altitudinal
- Forêts de l'étage haut-montagnard dominées par l'épicéa
Contact
- Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
- marco.vanoni@awn.gr.ch
Résumé
- Date d'installation
- 13.06.2002
- Statut
- fermée
- Analyse des effets
- 06.07.2021
- Raisons du choix de la placette et questions posées à la configuration
Die Hauptproblematik auf der Fläche ist, dass die Naturverjüngung nur sehr schwer aufkommen kann, da es grosse Reitgrassflächen hat. Deshalb hat man auf dieser Fläche vereinzelt mit Pflanzung nachgeholfen. Erfahrungsgemäss bleiben solche Flächen auch noch nach ca. 10 Jahren ohne natürliche Verjüngung. Sobald aber Verjüngungsansätze zu finden sind, benötigen diese genügend Licht. Ansonsten bleiben solche Standorte als Schattenhabitus zurück. So ging man folgenden Fragen nach:
- Wie entwickelt sich der Altbestand, bezüglich Stabilität?
- Wie entwickelt sich die Naturverjüngung – Schattenhabituts zu Lichthabitus?
- Kommt mit der Zeit die Natürverjüngung in den Reitgrassflächen auf?
- Wie sieht die Naturverjüngung gegenüber der Pflanzung aus?
- Welche Auswirkung hat eine Pflege auf die Kleinkollektive?
Der Ausgangszustand der Weiserfläche von 2002 wird als einschichtig mit einer Bestockung von Fichte (50-100%) und etwas wenig mit Lärche und Waldföhre (0-50%), beschrieben. Vereinzelt hat es sogar Vogelbeere als Samenbäume. Der Bestand setzt sich aus Kleinkollektive und Einzelbäumen zusammen. Dies entspricht dem Minimalprofil. Jedoch liegt der Deckungsgrad bei über 80 %. Mittels Durchforstung soll die Verjüngung begünstigt werden und den Deckungsgrad somit auch reduziert werden.
- Méthodes d'observation à la configuration
Behandlungstyp: Kollektivpflege mit Verjüngung (Verjüngungseinleitung und -förderung)
Description du peuplement 13.06.2002
Description du peuplement 21.08.2013
Description du peuplement 06.07.2021
Évolution du peuplement
Chronologie
13.06.2002: Mise en place
Raisons du choix de la placette et questions posées
Die Hauptproblematik auf der Fläche ist, dass die Naturverjüngung nur sehr schwer aufkommen kann, da es grosse Reitgrassflächen hat. Deshalb hat man auf dieser Fläche vereinzelt mit Pflanzung nachgeholfen. Erfahrungsgemäss bleiben solche Flächen auch noch nach ca. 10 Jahren ohne natürliche Verjüngung. Sobald aber Verjüngungsansätze zu finden sind, benötigen diese genügend Licht. Ansonsten bleiben solche Standorte als Schattenhabitus zurück. So ging man folgenden Fragen nach:
- Wie entwickelt sich der Altbestand, bezüglich Stabilität?
- Wie entwickelt sich die Naturverjüngung – Schattenhabituts zu Lichthabitus?
- Kommt mit der Zeit die Natürverjüngung in den Reitgrassflächen auf?
- Wie sieht die Naturverjüngung gegenüber der Pflanzung aus?
- Welche Auswirkung hat eine Pflege auf die Kleinkollektive?
Der Ausgangszustand der Weiserfläche von 2002 wird als einschichtig mit einer Bestockung von Fichte (50-100%) und etwas wenig mit Lärche und Waldföhre (0-50%), beschrieben. Vereinzelt hat es sogar Vogelbeere als Samenbäume. Der Bestand setzt sich aus Kleinkollektive und Einzelbäumen zusammen. Dies entspricht dem Minimalprofil. Jedoch liegt der Deckungsgrad bei über 80 %. Mittels Durchforstung soll die Verjüngung begünstigt werden und den Deckungsgrad somit auch reduziert werden.
Méthodes d'observation
Behandlungstyp: Kollektivpflege mit Verjüngung (Verjüngungseinleitung und -förderung)
21.08.2013: Analyse des effets
Observations
Die Baumartenzusammensetzung setzt sich hauptsächlich aus Fichte mit vereinzelten Weiden und Erlen zusammen. Durch den Eingriff der Durchforstung beträgt der Deckungsgrad nun 60%. Auch ist dies auf den Schneedruck und Käferbefall zurück zu führen. In den Lücken breitet sich das Reitgras stark aus und somit wirkt sich dies negativ auf die Verjüngung aus. Die gepflanzten Fichten in den Rotten befinden sich zu diesem Zeitpunkt in der Dickungsstufe. Es ist festzuhalten, dass sich die Pflanzung gelohnt hat, da so genügend Verjüngungsansätze vorhanden sind. Die Vegetationskonkurrenz ist aber immer noch sehr stark
Constatations
-
Prochaines étapes
-
Documentation
06.07.2021: Analyse des effets
Observations
Entwicklung
Der Ausgangszustand der Weiserfläche von 2002 wird als einschichtig mit einer Bestockung von Fichte (50-100%) und etwas wenig mit Lärche und Waldföhre (0-50%), beschrieben. Vereinzelt hat es sogar Vogelbeere als Samenbäume. Der Bestand setzt sich aus Kleinkollektive und Einzelbäumen zusammen. Dies entspricht dem Minimalprofil. Jedoch liegt der Deckungsgrad bei über 80 %. Mittels Durchforstung soll die Verjüngung begünstigt werden und den Deckungsgrad somit auch reduziert werden.
Im Jahr 2013 fand eine erste Wirkungsanalyse statt und die Baumartenzusammensetzung setzt sich hauptsächlich aus Fichte mit vereinzelten Weiden und Erlen zusammen. Durch den Eingriff der Durchforstung beträgt der Deckungsgrad nun 60%. Auch ist dies auf den Schneedruck und Käferbefall zurück zu führen. In den Lücken breitet sich das Reitgras stark aus und somit wirkt sich dies negativ auf die Verjüngung aus. Die gepflanzten Fichten in den Rotten befinden sich zu diesem Zeitpunkt in der Dickungsstufe. Es ist festzuhalten, dass sich die Pflanzung gelohnt hat, da so genügend Verjüngungsansätze vorhanden sind. Die Vegetationskonkurrenz ist aber immer noch sehr stark.
Im Jahr 2019 wurde festgestellt, dass sich die Mischung hauptsächlich aus Fichte, zusammensetzt. Dies entspricht nicht dem Minimalprofil. Hingegen haben sich drei entwicklungsfähige Durchmesserklassen entwickeln können. Die vereinzelten Rotten in der Pflanzung konnten sich gut etablieren und befinden sich nun in der Dickungsstufe. Das Reitgras nimmt in den Lücken aber immer noch überhand und eine Naturverjüngung findet sich kaum vor. Diese ist vor allem unter Stöcken zu finden oder in den Traufbereichen.
Constatations
Beurteilung im Zusammenhang mit der ursprünglichen Fragestellung
Aufgrund der Fragestellung, wie entwickelt sich der Altbestand, bezüglich Stabilität, kann man aus heutiger Sicht den Schluss ziehen, dass sich die Stabilität innerhalb von 20 Jahren nicht verschlechtert hat. Es entstanden grosse Öffnungen durch Zwangsnutzungen. Betreffend Frage wie entwickelt sich die Naturverjüngung – Schattenhabituts zu Lichthabitus, ist es schwierig festzuhalten, welches Naturverjüngung und welches Pflanzung ist. Sobald mehr Lichteinfall auf die Fläche fällt, regiert die Verjüngung positiv darauf. Zur Frage kommt mit der Zeit die Natürverjüngung in den Reitgrassflächen auf, kann man festhalten, dass vereinzelt Naurverjüngung aufkommt. Sicherlich hat die Pflanzung dabei eine positive Auswirkung. Zur Frage wie sieht die Naturverjüngung gegenüber der Pflanzung aus, kann man soweit sagen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schwierig ist, zu erkennen welches Naturverjüngung oder Pflanzung ist. Letztere Frage welche Auswirkung hat eine Pflege auf die Kleinkollektive, kann festgehalten werden, dass eine Pflege positive Auswirkungen hat. In der Dickung wäre es sinnvoll in nächster Zeit einen Eingriff zu planen.
Questions guides
1. Bestätigen die Ergebnisse bisherige Erfahrungen und vorhandenes Wissen?
Stimmen die Ergebnisse mit dem vorhandenen Wissen (Lehrmeinung) / euren bisherigen Erfahrungen überein?
Aus den Erfahrungswerten kann entnommen werden, dass auf stark bewachsenen Reitgrasflächen, das Aufkommen von Naturverjüngung nur spärlich ist. Dies zeigte sich auch auf dieser Fläche in Disentis.
Was ist gelungen, was würdet ihr gleichmachen?
Dank der Pflanzung konnte sich die Naturverjüngung besser etablieren. Daraus ist ersichtlich, dass es von Vorteil ist, in grossen Lücken, welche mit Reigras überwachsen sind, mit einer Pflanzung nachzuhelfen.
Gilt das auch noch unter dem Einfluss des Klimawandels?
Man würde gleich handeln. Da auf solchen Standorten die Fichte am pflegeleichtesten ist, auch bezüglich Wild.
2. Sollten Anpassungen an der bisherigen waldbaulichen Praxis vorgenommen werden?
Gibt es auch unerwartete / überraschende Ergebnisse?
Nein, da man bereits auf solchen Flächen Erfahrungswerte gesammelt hat.
Was ist nicht gelungen? Was würdet ihr anders machen als bisher – und weshalb?
Damit eine Naturverjüngung gesichert werden kann, könnte man mehr Moderholz liegen lassen und evtl. mit einer Bodenschürfung die Ansamung begünstigen.
Sind Anpassungen auf Grund des Klimawandels erforderlich?
Aus heutiger Betrachtung sind keine Anpassungen notwendig.
3. Sind weiterführende Abklärungen oder Forschungsarbeiten erforderlich?
Welche neuen Fragen sollten weiterverfolgt und überprüft werden?
Es gibt keine neuen Fragen, da die Fläche abgeschlossen ist.
Gibt es Fragen an die Forschung?
Nein.
4. Sollten die verbindlichen Vorgaben (u.a. NaiS) geprüft oder angepasst werden?
Können die übergeordneten Vorgaben (z.B. NaiS-Anforderungsprofile) eingehalten werden, oder geben sie Anlass zu grundsätzlichen Diskussionen?
Die Vorgaben nach NaiS konnten mehrheitlich eingehalten werden. Einzig in der zielgerechten Mischung (Waldföhre, Vogelbeere als Samenbäume), weicht das Wunschbild von der Realtität ab. Dies wurde sicherlich auch durch die Pflanzung von Fichten begünstigt.
Stösst man hinsichtlich der Zielsetzung an die Grenzen des Machbaren?
Betrachtet man den heutigen Zustand der Fläche, so hat man absolut richtig gehandelt. Es ist nicht einfach, die Naturverjüngung aufkommen zu lassen, wenn diese in starker Konkurrenz mit dem Reitgras steht.
Prochaines étapes
Die Fragen konnten geklärt werden. Die Beobachtungen werden abgeschlossen
Grund: Die Fläche hat sich gut entwickelt und der Bestand weist eine gewisse Stabilität auf, damit er den Anforderungen eines Schutzwaldes erfüllt. Zudem konnten die Fragen beantwortet werden und die Fläche kann aus diesem Grund abgeschlossen werden.