GR 3007 Las Vals
- Commune
- Ladir (GR)
- Lieu
- Las Vals
- Coordonnées du centre
- 2734410 / 1185040
- Altitude
- 1600 m
- Étage altitudinal
- Forêts de résineux de l'étage subalpin
Contact
- Marco Vanoni, Bereichsleiter Schutzwald & Waldökologie
- marco.vanoni@awn.gr.ch
Résumé
- Date d'installation
- 11.08.2000
- Statut
- fermée
- Analyse des effets
- 02.06.2022
- Raisons du choix de la placette et questions posées à la configuration
Die Weiserfläche liegt nördlich von Ladir. Sie ist ostexponiert, liegt auf 1'590 – 1'610 m.ü.M mit einer Hangneigung von 80-90%. Sie befindet sich im Schutzwald (Typ A) mit grossem Risiko zum Gerinneprozess (Murgang und Hochwasser) auf einem Standort mit 57C Alpenlattich-Fichtenwald mit Wollreitgras und wurde im Jahr 2000 eingerichtet. Bei der Einrichtung wuchs auf der Fläche viel Wollreitgras und Farne. Die Verjüngung war jedoch überall bereits vorhanden. Vor allem auf verjüngungsgünstigen Kleinstandorten wie Moderholz und erhöhten Stellen und Steine. Im nach Osten gerichteten Hang kam etwas zu wenig Sonne in den Bestand und führte so zum Schattenhabitus bei der Fichte. Der letzte Eingriff in diesem Bestand fand Ende der 70er Jahre statt. Gemäss Aussage von Revierförster Sigi Andreoli wurde bei diesen Holzschlägen ab Stock massiv eingegriffen. Danach soll es zu einer starken Vergrasung der Fläche gekommen sein. Durch Schneegleiten und Schneeschimmel wurde die Verjüngung immer wieder zurückgeworfen. Jedoch entstanden durch das Schneegleiten auch neue günstige Keimbette. Wo eine Fichte aufwächst, diente sie anderen als Vorwald. Es herrschten unproblematische waldbauliche Verhältnisse. Der Wildverbiss hielt sich hier im Rahmen.
Folgende Fragen wurden bei der Einrichtung an die Fläche gestellt:
- Wie wachsen die heute noch offenen Flächen (Farn und Reitgras) ein und kann sich die natürliche Verjüngung einstellen?
- Gibt es neue Verjüngungskegel?
- Wie entwickelt sich die Verjüngung unter den vorhandenen Verhältnissen mit Schneegleiten und Schneeschimmel?
- Méthodes d'observation à la configuration
-
Description du peuplement 11.08.2000
Description du peuplement 24.07.2013
Description du peuplement 27.08.2018
Description du peuplement 08.10.2021
Description du peuplement 02.06.2022
Évolution du peuplement
Chronologie
11.08.2000: Mise en place
Raisons du choix de la placette et questions posées
Die Weiserfläche liegt nördlich von Ladir. Sie ist ostexponiert, liegt auf 1'590 – 1'610 m.ü.M mit einer Hangneigung von 80-90%. Sie befindet sich im Schutzwald (Typ A) mit grossem Risiko zum Gerinneprozess (Murgang und Hochwasser) auf einem Standort mit 57C Alpenlattich-Fichtenwald mit Wollreitgras und wurde im Jahr 2000 eingerichtet. Bei der Einrichtung wuchs auf der Fläche viel Wollreitgras und Farne. Die Verjüngung war jedoch überall bereits vorhanden. Vor allem auf verjüngungsgünstigen Kleinstandorten wie Moderholz und erhöhten Stellen und Steine. Im nach Osten gerichteten Hang kam etwas zu wenig Sonne in den Bestand und führte so zum Schattenhabitus bei der Fichte. Der letzte Eingriff in diesem Bestand fand Ende der 70er Jahre statt. Gemäss Aussage von Revierförster Sigi Andreoli wurde bei diesen Holzschlägen ab Stock massiv eingegriffen. Danach soll es zu einer starken Vergrasung der Fläche gekommen sein. Durch Schneegleiten und Schneeschimmel wurde die Verjüngung immer wieder zurückgeworfen. Jedoch entstanden durch das Schneegleiten auch neue günstige Keimbette. Wo eine Fichte aufwächst, diente sie anderen als Vorwald. Es herrschten unproblematische waldbauliche Verhältnisse. Der Wildverbiss hielt sich hier im Rahmen.
Folgende Fragen wurden bei der Einrichtung an die Fläche gestellt:
- Wie wachsen die heute noch offenen Flächen (Farn und Reitgras) ein und kann sich die natürliche Verjüngung einstellen?
- Gibt es neue Verjüngungskegel?
- Wie entwickelt sich die Verjüngung unter den vorhandenen Verhältnissen mit Schneegleiten und Schneeschimmel?
Méthodes d'observation
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Documentation
24.07.2013: Analyse des effets
Observations
Beim Ausgangszustand der Weiserfläche von 2000 war die Fichte mit 100% vorherrschend. Es hatte 3 entwicklungsfähige Durchmesserklassen pro Hektare. Der Deckungsgrad betrug 65%. Rotten bilden das horizontale Gefüge (Anmerkung: Die Bezeichnung von Kleinkollektiven anstatt Rotten wäre hier wohl passender). Die Länge der Baumkronen betrug mehr als 2/3 der Baumlänge. Durch Schneegleiten war beim Jungwuchs Säbelwuchs zu beobachten. Der Altbestand war stabil. An erhöhten Kleinstandorten waren vereinzelt verjüngungsgünstige Keimbette vorhanden. Fichten- Ansamung/Anwuchs war in genügender Anzahl vorhanden. Die Vogelbeere wurde nicht erwähnt. Im Aufwuchs war die Fichte mit 100% vertreten und es hatte genügend Verjüngungsansätze. Jedoch behinderte der Schneeschimmel die Verjüngung.
Der Altbestand hatte sich kaum verändert. Vereinzelt sind Bäume durch Schneedruck gebrochen. Dies wurde als positiv bewertet, da so mehr Licht auf den Boden kam. Es wird auch festgestellt, dass die rund 40m lange Schneisen langsam einwachsen. Bei der Verjüngung hält die positive Tendenz an. An- und Aufwuchs hatten weiter zugelegt. Schneegleiten und Schneeschimmel sind jedoch immer noch vorhanden.
Constatations
siehe NaiS-Formulare
Prochaines étapes
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Documentation
02.06.2022: Analyse des effets
Observations
Beim Ausgangszustand der Weiserfläche von 2000 war die Fichte mit 100% vorherrschend. Es hatte 3 entwicklungsfähige Durchmesserklassen pro Hektare. Der Deckungsgrad betrug 65%. Rotten bilden das horizontale Gefüge (Anmerkung: Die Bezeichnung von Kleinkollektiven anstatt Rotten wäre hier wohl passender). Die Länge der Baumkronen betrug mehr als 2/3 der Baumlänge. Durch Schneegleiten war beim Jungwuchs Säbelwuchs zu beobachten. Der Altbestand war stabil. An erhöhten Kleinstandorten waren vereinzelt verjüngungsgünstige Keimbette vorhanden. Fichten- Ansamung/Anwuchs war in genügender Anzahl vorhanden. Die Vogelbeere wurde nicht erwähnt. Im Aufwuchs war die Fichte mit 100% vertreten und es hatte genügend Verjüngungsansätze. Jedoch behinderte der Schneeschimmel die Verjüngung. Im Jahr 2013 fand eine erste Wirkungsanalyse statt. Der Altbestand hatte sich kaum verändert. Vereinzelt waren Bäume durch Schneedruck gebrochen. Dies wurde als positiv bewertet, da so mehr Licht auf den Boden kam. Es wurde auch festgestellt, dass die rund 40m lange Schneisen langsam einwuchsen. Bei der Verjüngung hielt die positive Tendenz an. An- und Aufwuchs hatten weiter zugelegt. Schneegleiten und Schneeschimmel waren jedoch immer noch vorhanden.
Die diesjährige Wirkungsanalyse (2022) fand ca. 50 Jahre nach dem Haupteingriff statt. Der Hauptbestand besteht immer noch aus 100% Fichte. Mittlerweile sind 4 Durchmesserklassen pro Hektare vorhanden und der Deckungsgrad ist wieder auf 80% angestiegen. Der grösste Teil der ehemals verjüngungsgünstigen Kleinstandorte ist heute mit An- und Aufwuchs bestockt. Bei der Ansamung/Anwuchs ist die Fichte auf mind. die Hälfte der verjüngungsgünstigen Stellen vorhanden. Die Vogelbeere kommt vereinzelt bis zur Höhe der Zwergsträucher vor. Während das Schneegleiten noch immer zu Säbelwuchs führt, kann der Schneeschimmel kaum noch beobachtet werden. Beim Aufwuchs sind mind. 100 Verjüngungsansätze (durchschnittliche alle 10m) vorhanden. Die Vogelbeere fehlt hier wegen des hohen Wilddruckes. Die Entwicklungsfähigkeit der Vogelbeere ist darum eingeschränkt.
Constatations
Wie wachsen die heute noch offenen Flächen (Farn und Reitgras) ein und kann sich die natürliche Verjüngung einstellen?
- In den Farnflächen konnte sich keine Verjüngung einstellen. Dies ist sehr wahrscheinlich nur mit Moderholz möglich. Es finden sich in diesen Flächen auch keine alten Stöcke. Dies deutet darauf hin, dass hier auch früher keine Bäume standen. Durch seitliches Einwachsen können sich die Bedingungen in diesen Flächen verändern und allenfalls positiv beeinflusst werden. Bei strukturierten Reitgrasflächen konnte sich Verjüngung einstellen.
Gibt es neue Verjüngungskegel?
- Wie oben beschrieben konnten sich viele neue Verjüngungskegel an verjüngungsgünstigen Kleinstandorten (erhöhte Standorte und Moderholz) ansetzen und auch entwickeln.
Wie entwickelt sich die Verjüngung unter den vorhandenen Verhältnissen mit Schneegleiten und Schneeschimmel?
- Das Schneegleiten hat auf dieser Fläche einen grossen Einfluss auf die Verjüngung und führt zu Säbelwuchs. Der Schneeschimmel ist unproblematisch und tritt nur noch vereinzelt auf.
Questions guides
Bestätigen die Ergebnisse bisherige Erfahrungen und vorhandenes Wissen?
Stimmen die Ergebnisse mit dem vorhandenen Wissen (Lehrmeinung) / euren bisherigen Erfahrungen überein?
- Ja.
Was ist gelungen, was würdet ihr gleichmachen?
- Aus heutiger Sicht kann der Eingriff als gelungen bezeichnet werden, auch wenn er damals als sehr starker Eingriff wahrgenommen wurde.
Gilt das auch noch unter dem Einfluss des Klimawandels?
- Ja.
Sollten Anpassungen an der bisherigen waldbaulichen Praxis vorgenommen werden?
Gibt es auch unerwartete / überraschende Ergebnisse?
- Für damalige Verhältnisse war es ein starker Eingriff. In der heutigen Zeit sind solche Eingriffe üblich. Nach solchen Eingriffen kann es zu einer starken Vergrasung, zu starkem Schneegleiten und zu Schneeschimmel kommen. Bei fehlender Vorverjüngung kann dies zum Problem werden.
Was ist nicht gelungen? Was würdet ihr anders machen als bisher – und weshalb?
- Der Eingriff ist gelungen.
Sind Anpassungen auf Grund des Klimawandels erforderlich?
- Nein. Die Auswirkungen des Klimawandels sind auf dieser Höhe noch nicht wirklich absehbar. Die Fichte wird langfristig aber unter Druck geraten. Eine höhere Artenvielfalt ist auch hier erwünscht, jedoch finanziell schwer umsetzbar.
Sind weiterführende Abklärungen oder Forschungsarbeiten erforderlich?
Welche neuen Fragen sollten weiterverfolgt und überprüft werden?
- Es gibt keine neuen Fragen, da die Fläche abgeschlossen wird.
Gibt es Fragen an die Forschung?
- Nein.
Sollten die verbindlichen Vorgaben (u.a. NaiS) geprüft oder angepasst werden?
Können die übergeordneten Vorgaben (z.B. NaiS-Anforderungsprofile) eingehalten werden, oder geben sie Anlass zu grundsätzlichen Diskussionen?
- Die Vorgaben nach NaiS konnten eingehalten werden.
Stösst man hinsichtlich der Zielsetzung an die Grenzen des Machbaren?
- Nein, die Zielerreichung ist gut möglich.
Prochaines étapes
Die Fragen konnten geklärt werden. Die Beobachtungen werden abgeschlossen